Einwanderung: Mit Fingerabdrücken gegen Betrüger

JERUSALEM (inn) – Das israelische Innenministerium will den Betrug von Einwanderern eindämmen, die nach Israel immigrieren. Insbesondere Antragstellern aus der ehemaligen Sowjetunion soll in Zukunft Fingerabdrücke genommen werden.

Allein im vergangenen Jahr machten 9180 Menschen aus der ehemaligen UdSSR von dem so genannten Rückkehrgesetz Gebrauch. Einwanderern wird durch dieses Gesetz eine finanzielle Unterstützung garantiert.

Genau hier versuchen Einwanderer zu betrügen, berichtete die Tagszeitung “Ha´aretz”. Sasi Katzir vom Bevölkerungsamt des Innenministeriums sagte: “Israel als ein westliches Land, das Einwanderer akzeptiert, ist in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel von Menschen geworden, die vom Rückkehrgesetz profitieren wollen.”

Dies gelte es, so Katzir, zu unterbinden, indem Fingerabdrücke genommen werden. Diese Maßnahme solle Menschen davon abhalten, etwa nach einer Ablehnung ihres Antrages einen erneuten Antrag unter falscher Identität zu stellen. Außerdem könnte so verhindert werden, dass sich Personen unter Angabe von zwei Namen doppelt um Einbürgerung bewerben.

Man sei sich bewusst, dass diese Methode generell mit dem Strafrecht in Verbindung gebracht werde und Beschwerden von künftigen Einwanderern hervorrufen könne. “Wir wollen Immigranten aus der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) bewusst machen, dass die Ehrlichen durch Betrüger die Leidtragenden sind”, so Katzir. Wenn diese nicht gefasst werden, bedeute das hohe Kosten für Regierung und Steuerzahler.

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