Einmal Tulkarm und zurück: Armee verstärkt Fahndung nach Terroristen

TULKARM (inn) – Israels Armee hat in der Nacht zum Dienstag in der Autonomiestadt Tulkarm neun Palästinenser verhaftet, die unter Terrorismus-Verdacht stehen – nach wenigen Stunden zogen sich die Truppen wieder zurück.

Israelische Militärsprecher betonten, es habe sich um eine begrenzte Operation gehandelt. Soldaten waren mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen sowie mit Luftunterstützung auf vier Richtungen in Tulkarm einmarschiert. Soldaten durchsuchten in der Nacht auch Häuser im Flüchtlingslager Askar bei Shechem sowie in den Dörfern Hirbet Beit Hassan, Fara, Luba Sharkiyeh, A-Ram und Anata.

Tulkarm und Kalkilya waren die ersten Städte, aus denen sich die Armee nach Beginn ihrer Offensive wieder zurückgezogen hatte.

Mit Shechem (Nablus), Jenin, Bethlehem und Ramallah hält sie noch vier größere Städte unter Kontrolle.

Israels Premierminister Ariel Sharon sagte dem amerikanischen Nachrichtensender „CNN“, seine Armee werde die Städte Jenin und Shechem innerhalb einer Woche räumen. In Ramallah und Bethlehem würden die Truppen jedoch zunächst bleiben, sagte Sharon.

In Ramallah warten die Israelis auf die Auslieferung von Terroristen, die sich im PLO-Hauptquartier aufhalten, darunter die mutmaßlichen Mörder des israelischen Tourismusministers Rehavam Ze´evi.

Ferner erwartet Israel die Kapitulation von rund 200 bewaffneten Palästinensern, die sich in der Geburtskirche in Bethlehem verschanzt haben und dort – neben Geistlichen – auch Frauen und Kinder als Geiseln halten. „Wenn sie (die Terroristen) gehen, dann gehen wir auch“, sagte Sharon.

Israel hatte das Angebot unterbreitet, den Terroristen entweder freies Geleit ins Exil zu geben oder sie einem israelischen Haftrichter vorzuführen. Die Palästinenser lehnen dies jedoch bislang ab.

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