Ein Psalm für jeden ausgelösten Raketenalarm in Sderot

SDEROT (inn) - Das israelische Netzwerk für religiöse Schulen "Amit" will künftig einen Moment der Stille und des Gebets einlegen, sobald eine Kassam das Raketenwarnsystem der Stadt Sderot auslöst.

Die Leitung von Amit habe beschlossen, dass alle Schüler eine kurze Pause einlegen sollen, in der sie an die Bewohner der Stadt denken können, schreibt die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Darüber hinaus werden die Schüler dazu angehalten, einen Psalm zu sprechen und für das Wohlergehen der Menschen von Sderot zu beten.

Solidarität mit Kindern von Sderot

Amnon Eldar, Generaldirektor des Amit-Netzwerks sagte: „Wir denken immer an die Schüler in Sderot, ihre Familien und ihre Lehrer und grüßen sie herzlich. Als Zeichen der Solidarität mit den Kindern von Sderot, deren Schulalltag teilweise mehrmals am Tag gestört wird, haben wir beschlossen, den Unterricht in unseren Partnerschulen jedesmal dann zu unterbrechen, wenn ein Raketenalarm in Sderot ausgelöst wird. Wir werden unsere Arbeit unterbrechen, nachdenken und versuchen, uns in die Lage der Bewohner von Sderot zu versetzen. Mehr noch, wir wollen gemeinsam Psalmen lesen und für ihr Wohlbefinden beten.“

Eldar fügte hinzu, dass nicht nur die Schüler, sondern auch alle Mitarbeiter von Amit an den Gedenkminuten teilnehmen werden. Das Schulnetzwerk Amit hat bereits mehrere Projekte in Zusammenarbeit mit Sderot durchgeführt. Schüler aus der raketengeplagten Stadt wurden in der Vergangenheit in Jugend-Camps von Amit empfangen und nahmen dort an Zeltlagern und anderen Aktivitäten teil.

„Religiöse Werte und zionistische Ideale“

Das Schulnetzwerk Amit (Organisation für Freiwillige für Israel und ihre Torah) betreibt über 70 pädagogische Einrichtungen von Grundschulen bis hin zu Gymnasien. Nach Angaben von Amit werden in ihren Partnerschulen über 20.000 Schüler auf der Grundlage von „religiösen Werten und zionistischen Idealen“ unterrichtet. Viele Kinder kämen aus schwierigen Familienverhältnissen. Ein hoher Prozentsatz der Schüler stamme zudem aus der ehemaligen Sowjetunion oder Äthiopien. Amit wurde 1925 von Bessie Gotsfeld gegründet. 1981 wurde die Organisation von der israelischen Regierung offiziell als Netzwerk für Schulen in religiöser Trägerschaft anerkannt.

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