Ein ganz besonderer Reiseführer

Der Tempelberg in Jerusalem ist unbedingt einen Besuch wert. Doch was gilt es beim Betreten der heiligen Stätte zu beachten, auf der einst die beiden jüdischen Tempel standen und die heute von der Al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom dominiert wird? Ein neuer Reiseführer gibt Antworten. Eine Rezension von Dana Nowak
Der Reiseführer für den Tempelberg erklärt die Richtlinien für einen Besuch allgemein sowie nach jüdischer Tradition

Foto: Edition Fisch Wilfried Gotter

Der Reiseführer für den Tempelberg erklärt die Richtlinien für einen Besuch allgemein sowie nach jüdischer Tradition

Wer den Tempelberg in Jerusalem besuchen möchte, ist mit dem Handbuch „Kommt und zieht hinauf – Wegweiser für den Tempelberg nach jüdischen Vorgaben“ gut beraten. Mit-Herausgeber ist der ehemalige Knesset-Abgeordnete Jehuda Glick (Likud), der zudem Direktor des Jerusalemer Tempel-Instituts ist.

Die Route für einen Rundgang auf dem Tempelberg ist so konzipiert, dass sie die Heiligkeit des Ortes respektiert, so wie sie in der jüdischen Tradition definiert wird, erklärt Mit-Autor Meir Antopolsky am Anfang des Buches. Dabei hat der Wegweiser nicht den Anspruch, eine umfassende Aufbereitung technischer Details zu erstellen, sondern er möchte den Leser einführen in die „bemerkenswerteste Stätte unseres Landes“, schreibt Antopolsky.

Der Knesset-Abgeordnete Se’ev Elkin (Likud) verspricht in seinem Grußwort eine Menge an Informationen, „die bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal dem fachkundigen Leser zugänglich gewesen waren“.

Der Reiseführer enthält umfassende Informationen zur Geschichte des Tempelbergs: Von der Entstehung der beiden jüdischen Tempel, den biblischen Beschreibungen dazu sowie Angaben zum Bau der Al-Aqsa-Moschee und des Felsendoms. Zeichnungen, Grafiken und Bildmaterial veranschaulichen die Erklärungen.

Der Wegweiser empfiehlt zudem einen Rundgang um die Außenmauern des Tempelbergs. Er enthält Kontaktdaten und Angaben zu Öffnungszeiten und Eintrittsgeldern für interessante Haltepunkte, die auf der Strecke liegen – wie der Westmauer-Tunnel. Zudem werden in dem Buch die Richtlinien für einen Besuch allgemein sowie nach jüdischer Tradition erklärt. Hierzu gehören Beschreibungen der rituellen Reinigung.

Bei Unsicherheiten den Rabbi fragen

Das Buch geht ferner auf die Ansichten einiger Rabbiner ein, die den Aufstieg zum Tempelberg aus unterschiedlichsten Gründen verbieten. Hier bieten die Autoren die Vermittlung eines Gesprächs mit einem Rabbiner an, falls vor einem Aufstieg noch Unsicherheiten bestehen.

Den Wegweiser gibt es bislang auf Russisch, Hebräisch, Englisch und Deutsch. Die Idee zum Buch hatte die Organisation „Meeting Place Association“. Die Gruppe russischsprachiger Israelis hat es sich zum Ziel gesetzt, säkulare und religiöse Juden in Israel auf der Grundlage enger Beziehungen zu ihrem Land zusammenzubringen.

Unterstützt wurde die Organisation von der Tempelbergstiftung. Deren Vorsitzender und Mit-Autor des Buches, Jehuda Glick, beschreibt den Tempelberg in seinem Nachwort als Herz der Stadt Jerusalems, „wo nach den Worten des Propheten Jesaja am Ende alle Nationen hinströmen werden, um das Wort des Herrn zu suchen“.

Jehuda Glick u.a. „Kommt und zieht hinauf – Wegweiser für den Tempelberg nach jüdischen Vorgaben“, Edition Fisch Wilfried Gotter, 115 Seiten, 14,90 Euro, ISBN: 978-3-9815429-6-7

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 4/2019 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5 66 77 00, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

Von: Dana Nowak

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