Eichmann-Entführer gestorben

NEW YORK (inn) – Der Mossad-Agent, der den Nazi Adolf Eichmann in Argentinien aufspürte, ist tot. Peter Malkin starb im Alter von 77 Jahren in New York.

1960 spürte Malkin Eichmann in Buenos Aires auf. Er sprach den Deutschen auf einer Straße auf Spanisch an mit den Worten “Einen Moment, Senior”. “Das sind die einzigen Worte, die ich auf Spanisch sagen kann”, schrieb der Mossad-Agent in seinen Erinnerungen “Eichmann in meinen Händen”.

Malik ergriff Eichmanns Arm und drückte ihn zu Boden, während ein anderer Agent seine Füße nahm. Sie schleppten ihn in ein Auto. Eichmann wurde zehn Tage befragt, bevor er nach Israel gebracht wurde. Dort wurde er in Jerusalem vor ein Gericht gestellt und 1962 hingerichtet. Seine Asche wurde über dem Meer verstreut.

Malkin wurde als Zvi Milchman in Polen geboren. Dor lebte er bis zum Alter von vier Jahren. Er diente 27 Jahre im israelischen Geheimdienst Mossad. Wie die Tageszeitung “Ha´aretz” berichtet, ist die Ursache für seinen Tod bislang unbekannt.

Adolf Eichmann war Leiter der “Reichszentrale für jüdische Auswanderung” und maßgeblich verantwortlich für die Enteignung, Deportation und Ermordung von mehr als 4 Millionen Juden. Ziel war die “Endlösung der Judenfrage”, die Ermordung aller Juden in Europa. Für viele Holocaust-Überlebende war die Hinrichtung Eichmanns sehr bedeutend.

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