Organisiert wurde der Besuch vom Bildungswerk des Deutschen Bundeswehrverbandes. Dessen stellvertretender Geschäftsführer Jörg Zelt sagte gegenüber der "Jerusalem Post", es herrsche eine ausgezeichnete Arbeitsbeziehung und Arbeitsbasis. "Die Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und der IDF ist gut, besser als in der Öffentlichkeit bekannt", sagte der Experte für deutsch-israelische Militärbeziehungen.
Während ihres Deutschlandaufenthaltes besuchten die israelischen Soldaten zusammen mit ihren deutschen Kollegen Militärvereinigungen, Museen, Regierungseinrichtungen und Gedenkstätten, darunter auch das Konzentrationslagers Sachsenhausen. Wie Zelt berichtet, habe eine israelische Soldatin ihm gegenüber geäußert, für sie sei es wichtig zu sehen, dass das heutige Deutschland ein anderes sei. Bisher habe sie sich wegen der deutschen Nazi-Vergangenheit und der Vernichtung des europäischen Judentums geweigert, Deutschland zu besuchen.
"Beide, Deutsche und Juden, haben heute von unserer gemeinsamen, belasteten Vergangenheit gelernt. Die gemeinsame Geschichte unserer Vorfahren als Täter und Opfer ist der Hintergrund, vor dem unsere zwei Nationen zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen und Freunde wurden", teilte das Bildungswerk mit. Bald soll eine deutsche Militärdelegation Israel besuchen. Zelt meinte dazu: "Wir sehen euch nächstes Jahr in Jerusalem!"