Diese Woche hat Petach Tikva laut der Zeitung „Ha´aretz“ ein Versuchsprogramm für die Dauer eines halben Jahres gestartet. Es fordert die Hundehalter auf, ihre Hunde für eine DNA-Entnahme zu einem kommunalen Tierarzt zu bringen. Die dadurch erstellte DNA- Datenbank werde die Stadt zur Identifikation der für Hundekot auf den Straßen verantwortlichen Hunde und damit ihrer Besitzer nutzen. Diese erwarte dann eine Bußgeldstrafe.
Gleichzeitig wolle Petach Tikva diejenigen Hundehalter mit Tierfutter und Spielzeugcoupons belohnen, welche die Hinterlassenschaften ihres Hundes in die von der Stadt aufgestellten Behältnisse entsorgen.
Bürger mit einbeziehen
„Mein Ziel ist es, die Bürger mit einzubeziehen und ihnen klar zu machen, dass wir nur gemeinsam unsere Umwelt sauber halten können“, erklärte Tika Bar-On. Sie ist Chefveterinärin der Stadt Tel Aviv und Initiator dieses Planes. Außerdem könne die Datenbank die Forschung nach genetisch bedingten Krankheiten bei Hunden unterstützen und die Identifikation streunender Hunde ermöglichen. Dies ersetze die bisher üblichen elektronischen Identifikationschips. „Nur der Himmel ist die Grenze der Möglichkeiten“, fügte sie hinzu.
Die Reaktion der Anwohner ist ihren Beobachtungen zufolge bisher durchweg positiv ausgefallen. Es bestehe ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft, da jeder seine Nachbarschaft sauber sehen wolle.
Sollte dieser Versuch den erhofften Erfolg bringen, wird die Stadt das Verfahren dauerhaft einführen.