Diplomat: Sudan hält an Normalisierung mit Israel fest

Nach dem Putsch sieht es im Sudan politisch brenzlig aus. Doch aus Militärkreisen ist zu hören, dass die Normalisierung mit Israel nicht gefährdet ist.
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General Al-Burhan, hier in ziviler Kluft, hat die Macht im Sudan an sich gerissen
General Al-Burhan, hier in ziviler Kluft, hat die Macht im Sudan an sich gerissen

KHARTUM (inn) – Der Putsch im Sudan wird sich nicht in großem Maße auf die Normalisierungsbestrebungen mit Israel auswirken. Das sagte ein ungenannter Diplomat am Montag dem israelischen Sender „Kan“. Demnach unterstützen die Militärs die Aufnahme der Beziehungen mit dem jüdischen Staat.

Das Militär im Sudan hatte am Montagmorgen die Macht übernommen. General Abdel Fattah al-Burhan verhängte anschließend den Ausnahmezustand über das ostafrikanische Land. Außerdem löste er die Übergangsregierung und den Souveränen Rat auf. Diese Gremien sollten nach dem Sturz des Diktators Omar al-Baschir im April 2019 den Übergang zur Demokratie regeln. Der bisherige Übergangspremier Abdallah Hamduk und weitere Minister wurden an einen unbekannten Ort gebracht.

Wahlen angestrebt

Al-Burhan versicherte in einer Ansprache, weiter den Weg zur Demokratie gehen zu wollen; er kündigte Wahlen für den Juli 2023 an. Bis dahin solle eine unabhängige Regierung die Geschicke des Landes lenken. Als Grund für den Putsch gab er an, die Sicherheit des Landes sei in Gefahr gewesen.

Die bisherige Übergangsregierung war im Januar den Abraham-Abkommen beigetreten und stimmte damit einer Normalisierung mit Israel zu. In einem weiteren Schritt schaffte das Land im April ein jahrzehntealtes Israel-Boykott-Gesetz ab.

Von: df

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