"Seine Entscheidung zum Fernbleiben hat Außenminister Guido Westerwelle mit dem Hinweis begründet, man könne ‚leider nicht ausschließen, dass die Veranstaltung in New York für antisemitische Äußerungen missbraucht wird‘. Diese Begründung ist bemerkenswert", heißt es in Robbes Kommentar. Denn bereits seit Langem stehe fest, "dass – ebenso wie bei der letzten Konferenz in Genf vor zwei Jahren – das iranische Regime im Konzert mit gleichgesinnten Verbündeten versuchen wird, Israel als rassistischen Staat zu brandmarken". Deshalb hätten sich bereits einige Länder für den Boykott entschieden.
Als ausschlaggebende Komponente für den Beschluss der Regierung in Berlin sieht Robbe die Aufrufe des Zentralrates der Juden in Deutschland und der deutschen Israelfreunde. Die Bundesregierung – und vorneweg der Außenminister – habe die Chance vertan, "zu einem frühen Zeitpunkt ein deutliches Zeichen zu setzen; nach innen und nach außen. Die Absage kam leider etwas zu spät, um die viel beschworene ‚Besonderheit der deutschen Beziehungen mit Israel‘ eindrucksvoll unterstreichen zu können", meint der DIG-Präsident.