Die Waffenruhe und ihre Deutung

In der Waffenruhe sehen die einen einen Zwischenerfolg, die anderen ein Debakel. Das israelische Außenministerium erhebt indes scharfe Vorwürfe gegen europäische Länder.
Von Israelnetz
Ein amerikanischer F-35-Kampfflieger bei der Landung auf dem Flugzeugträger Abraham Lincoln: Vorerst sollen die Waffen schweigen

WASHINGTON / JERUSALEM (inn) – Nach der am Mittwoch ausgerufenen Waffenruhe haben das Weiße Haus und die israelische Regierung das bislang Erreichte in den Vordergrund gestellt. US-Präsident Donald Trump (Republikaner) betonte, der Iran sei in seinen Fähigkeiten, die Region zu bedrohen, dezimiert.

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu (Likud) äußerte sich am Mittwochabend in einer Fernsehansprache ähnlich. Der Iran stehe geschwächt wie nie da und trete so in die geplanten Verhandlungen. Israel sei indes bereit, wieder zu den Kämpfen zurückzukehren.

Netanjahu betonte weiter, die Waffenruhe sei „in voller Abstimmung mit Israel“ erfolgt. Damit trat er dem Vorwurf aus den Reihen der Opposition entgegen, Israel sei damit überrascht worden.

Oppositionsführer Jair Lapid (Jesch Atid) äußerte kurz zuvor heftige Kritik an Netanjahu. Er habe Israel in einen „Klientelstaat“ verwandelt und die Waffenruhe aufgedrückt bekommen. Indes sei das iranische Regime nicht besiegt, und Israel habe an Zuspruch verloren, etwa bei Politikern in Washington, aber auch in Europa.

Pahlavi mahnt Geduld an

Der iranische Kronprinz Reza Pahlavi erklärte in einer Videobotschaft, die Waffenruhe könne bei vielen Iranern für Entmutigung sorgen. Doch nun sei nicht die Zeit zu verzweifeln, sondern für einen noch größeren Glauben an den Sieg. Das Regime sei schwer getroffen und werde nun zu Verhandlungen gezwungen. Im französischen Fernsehen widersprach er aber den Worten Trumps, es habe einen „Regimewechsel“ gegeben.

In der Videoansprache betonte er, letztlich sei es das iranische Volk, das dem Regime den „letzten Schlag“ verpassen müsse. Das Gebot der Stunde sei es, geduldig zu sein und sich bestmöglich zu schützen. Pahlavi betonte, er und weitere Iraner im Ausland würden weiter für das Volk die Stimme erheben. Das Regime habe keine Fluchtmöglichkeit mehr.

Nach aktuellem Stand sollen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Samstag in Pakistan beginnen. Dort wird US-Vizepräsident JD Vance (Republikaner) mitsamt den Beratern Steve Witkoff und Jared Kushner zugegen sein.

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Kritik an Militärschlägen im Libanon

Unterdessen bleibt weiter strittig, ob der Libanon Teil der Waffenruhe ist. Mehrere europäische Länder verurteilten die intensive israelische Angriffswelle am Mittwoch auf Ziele der Terrormiliz Hisbollah. Nach israelischen Angaben ist dabei der persönliche Sekretär und Neffe des Hisbollah-Chefs Naim Kassem, Ali Jusuf Harschi, getötet worden.

Nach Auskunft des libanesischen Gesundheitsministeriums sind bei den Angriffen mehr als 180 Menschen getötet worden. Es unterschied dabei aber nicht zwischen Hisbollah-Mitgliedern und Zivilisten.

Vance betonte am Mittwochabend, der Libanon sei nicht Teil der Waffenruhe. Der französische Präsident Emmanuel Macron (Renaissance) erklärte hingegen, der Zedernstaat müsse durch die Vereinbarung der Waffenruhe „vollständig abgedeckt“ sein. Ähnlich äußerte sich auch die britische Außenministerin Yvette Cooper (Labour).

Scharfe Repliken aus Israel

Das israelische Außenministerium widersprach derlei Bestrebungen und übte darüber hinaus heftige Kritik an der libanesischen Regierung und den Europäern. Da der Libanon nicht gegen die Hisbollah vorgegangen sei, müsse Israel dies nun tun. „Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, stehen Sie wenigstens nicht im Weg rum.“

Das Außenministerium griff zudem eine Äußerung von NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf. Der Niederländer sagte dem amerikanischen Sender CNN, die Welt sei infolge des Krieges gegen den Iran sicherer als zuvor – dank der Führung von Trump. „Die militärischen Fähigkeiten herabzustufen ist äußerst wichtig für die Sicherheit in den USA, in Europa und in Nahost.“

Das Außenministerium kommentierte dazu: „So ist es immer mit Europa: Sie stehen am Rand, halten Abstand. Manchmal distanzieren sie sich oder formulieren Verurteilungen. Aber sie profitieren immer von den Ergebnissen.“

Außenminister Gideon Sa’ar (Neue Hoffnung) kritisierte zudem das Ansinnen Spaniens, die Botschaft im Iran wiederzueröffnen. Er wies darauf hin, dass das Regime seine Bürger, Demonstranten und Dissidenten wieder hinrichte. Der Iran und Spanien gingen „Hand in Hand ohne Scham“. Dies sei eine „ewige Schande“. Spanien hatte erst Mitte März seinen Botschafter in Israel dauerhaft abgezogen. (df)

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28 Kommentare

  1. „In voller Abstimmung mit Israel “ : das glaubt er doch selbst nicht. Trump stimmt sich mt niemandem ab, er tut ,was ihm gerade einfällt. Es ist kommod, die Europäer zu kritisieren, wenn man die Amis nicht kritisieren darf.

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    1. @Antonia
      Zu den Europäern zählen Schurkenstaaten wie Spanien, Irland, Slowenien, Belgien, Norwegen, die Israel hassen.

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  2. Das israelische Außenministerium hat völlig Recht. Wenn Libanon nicht in der Lage ist, die Hisbollah in die Schranken zu weisen, so muss Israel es tun. Ansonsten findet irgendwann einer weiterer 7.10. vom Libanon aus statt. Wie unfähig die libanesische Regierung und die Armee ist, zeigt sich daran, dass Israel nun eine Sperrzone als Puffer braucht. Und wenn der Iran sich erholt, wird auch Hisbollah wieder stark, ebenso Hamas.
    Auch der Kommentar zu Europa ist richtig. Alles abweisen, sich distanzieren und aus allem raushalten, aber alles für sich zu beanspruchen. Eben andere die Drecksarbeit machen lassen. Und dann lamentieren und fordern, wenn es anders kommt als gedacht.

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    1. Krieg ist keine Lösung und Annexion gleich gar nicht. Das hat aber Israel in Libanon vor. Israel schafft sich dadurch noch mehr Feinde. Einzige Lösung ist die Zweistaatenlösung. Sonst wird der Naherosten immer ein Blutbad bleiben. Das muss endlich aufhören. Solange Israel andere vertreibt und Siedlungen baut wird es nie friedlich leben können.

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      1. Der Libanon könnte die Hisbollah entwaffnen. Fordern Sie dies auch ein?

        Zwei Staatenlösung: heißt nach Lesart der PLO und der Hamas: Staat 1 Palästina, Staat 2 Palästina.
        Der Judenstaat hat keine Existenzberechtigung nach deren Meinung. Stimmen Sie dem auch zu?`
        Und wo wollen Sie die Juden hintun, Richi?

        Solange die Hisbollah im Libanon ihr Unwesen treiben und die eigene Bevölkerung drangsliert (wie die Hamas den Gazastreifen und der Iran die eigene Bevölkerung abschlachtet – haben Sie dazu auch eine Meinung) wird es wohl nötig sein, eine Sicherheitszone zu schaffen. Es liegt am Libanon ob sie es endlich hinbekommt, die Hisbollah zu entwaffnen und zu zerschlagen.

        Was die Siedlungen angeht. Seit 40 Jahren könnte die PA über Land verhandeln. Wer verweigert denn die Verhandlungen? Wer kommt denn nicht und wenn doch, dann nur um die Judenmörder freizupressen.

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      2. @Richi
        Ich Sinne noch über Ihre Aussagen nach. @Christin hat Ihnen eigentlich dazu schon alles gesagt. Wer hat nochmal bitteschön angefangen Raketen nach Israel zu schicken? Wer drangsaliert seit 2 Jahren den Norden Israels? Die Hisbollah ist eine islamistisch-schiitische Partei und terroristische Organisation. Hisbollah erkennt Israel nicht an! Mit wem soll Israel dann verhandeln? Und was hat das mit einer Zwei-Staaten-Lösung Israel/Palästina zu tun? Die Hisbollah-Terroristen haben einen Staat. Aber nicht mal Präsident Aoun und der Premier Salam und auch keine Unifil können die Hisbollah in Schach halten. Sollen die Israelis auf den nächsten 7. Oktober warten?
        Ich möchte auch nicht Tausende tote Libanesen sehen. Aber Hisbollah sind genau wie der Hamas ihre eigene Bevölkerung völlig egal. Sie glauben also, dass Israel Seite an Seite mit Terroristen bei einer Zwei-Staaten-Lösung leben kann und dann Frieden herrscht? Israel könnte nicht mal auf dem Mond in Frieden leben! Man würde Israel nachsagen, die Juden hätten den Mond besetzt.

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      3. So lange Hamas, Iran und Co. Israel auslöschen wollen , ist nicht einmal an eine 2 Staaten Lösung zu denken.

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    2. Sehe ich auch so, Ella. Libanon entwaffnet Hisbollah n i c h t. EU seltsam. Wobei Merz Rede teils Horror mässig war. Er redet mit Iran.😱😱😱 Machte schon Steinmeier zur Genüge zum Nachteil ILs seit Jahren. BRD macht nichts für Volk mit 50% Steuern auf Benzin/ Diesel usw. Merz gab es an Gremium.😱 VG.

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  3. Musste gerade lachen beim Lesen der wunderbar treffenden Worte aus dem israelischen Außenministerium!

    Zum Versagen der libanesischen Regierung und der EU beim Kampf gegen die Terroristen der Hisbollah: „Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, stehen Sie wenigstens nicht im Weg rum.“

    Und weiter: “ So ist es immer mit Europa: Sie stehen am Rand, halten Abstand. Manchmal distanzieren sie sich oder formulieren Verurteilungen. Aber sie profitieren immer von den Ergebnissen.“

    Die EU versteht es eben, sich „nicht die Hände schmutzig zu machen“, um sich dann später, beim Verteilen der von anderen errungenen Begehrlichkeiten, ungeniert in die erste Reihe vorzudrängeln und die sauberen Händchen aufzuhalten. Zum Fremdschämen!

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    1. @Caja
      Genauso ging es mir beim Lesen auch Caja.
      Federn gelassen haben Israel, Iran, Amerika und sämtliche arabischen Nachbarstaaten. Europa: Frankreich, DE, Italien, Großbritannien können nur fordern. Hätten sie sich mal klar zu Libanons angeblicher Entwaffnung der Hisbollah geäussert. Das war eine Lüge Libanons. Und nun wettert man wieder gegen Israel. Hat Israel angefangen Raketen in den Libanon zu schicken? Merz will immer nur etwas beendet haben, sich aber nicht die Hände schmutzig machen, Schweigen oder Forderungen. Er kann ja noch nicht mal die Bürger seines Landes entlasten. Hat irgendwer kapiert, was das bringen sollte, dass die Tankstellen nur um 12 Uhr die Preise erhöhen kann? Er kann die Hilfe nicht mit der Gießkanne ausschütten. Herr Bundeskanzler, ein Milchkännchen hätte auch schon gereicht.
      Jetzt möchte er mit Iran sprechen. Was er als Beitrag zu Friedensverhandlung bezeichnet, ist für die Iraner eine Lachnummer.
      Kallas fordert Hisbollah auf ihre Waffen „wie versprochen “ abzugeben. Witz, komm raus, du bist umzingelt!!! Die einen geben die Waffen nicht ab, die anderen nicht das Uran.

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      1. Liebe Ella,

        ja, manchmal tut Lachen trotz allem Ernsten und Schlimmen unendlich gut! Wir müssen uns unseren Humor bewahren, nur so ist manchmal die bittere Realität erträglich. So zum Beispiel das hier:

        „Hat irgendwer kapiert, was das bringen sollte, dass die Tankstellen nur um 12 Uhr die Preise erhöhen kann? Er kann die Hilfe nicht mit der Gießkanne ausschütten. Herr Bundeskanzler, ein Milchkännchen hätte auch schon gereicht.“

        Herrlich! 😂

        Der sog. jüdische Witz hat sich aus der durch Ungerechtigkeit und Verfolgung hervorgerufenen Not des jüdischen Volkes über die Jahrhunderte entwickelt und erhalten. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ein bisschen Sarkasmus darf dabei bisweilen mitschwingen.

        Liebe Grüße!

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    1. Uff, Sie sprechen mir aus der Seele. Ich kann nicht begreifen, wie manche Foristen immer noch versuchen, das Desaster schön zu reden. Trump hat Israel verraten. Punkt.

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      1. Nein, Antonia, meine Ehefrau, Politologin, Expertin in Außenpolitik und internationalen Beziehungen, die besten Universitäten besucht, hat eine andere Meinung dazu: Trump braucht eine Atempause, er muss so tun als ob er verhandeln würde um den Feind zu täuschen. Trump liebt Israel und ist jederzeit bereit zuzuschlagen. Israel (nicht die NATO) kann sich 100% auf Trump verlassen.

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        1. Jeder hat das Recht zu träumen. Irgendwann wird auch der letzte Optimist kapieren, dass Trump ein schmieriger, skrupelloser Immobilienspekulant war, ist und bleibt. Er wird sich mit den Mollahs einigen, wenn es ihm und seiner Familie etwas einbringt. Natürlich wissen die Israelis das und ebenso natürlich können sie den grossen Bruder nicht kritisieren. Man muss halt zwischen den Zeilen lesen.

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          1. @Antonia
            Seine Familie, Ivanka Trump, Jüdin, Ehemann Jared Kushner, der beste von allen, 3 wunderbare Kinder. Warum sollte Trump seine Familie und Israel verraten?

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          2. @Antonia
            Ich muss dir ebenfalls beipflichten. Der Mann denkt nur an sich. Er verdient ja wohl auch an der Maut bei der Straße vor Hormus. Seine Familie scheffelt richtig Kohle dabei. Weil sie es ja auch so unbedingt brauchen. Ich sehe das so: Die Prophezeihungen müssen sich erfüllen. Und da muss dann einer voran gehen. Und Trump ist doch geeignet. Der größte Teil kann ihn eh nicht leiden. Und er treibt das ganze Geschehen voran. Das stimmt mich dann immer etwas versöhnlich( nicht mit dem Mann). Wenn er es nicht wäre,dann ein anderer.
            Liebe Grüße Manu

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          3. @Albert Nola
            Ich denke,Trump würde seine eigene Großmutter hergeben,wenn es für ihn lukrativ wäre. Wenn er natürlich noch eine hätte.😒😒

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  4. Ich hätte gerne von Lapid die Antwort, was er anders gemacht hätte.

    Im übrigen stimmt die Einschätzung vom Außenminister exakt. Deutschland steht da leider auch in der erste Reihe dabei. Und zwar quer durch alle Parteien und Funktionen.

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  5. OPEN LETTER Guten Tag, Frau Reem Alabali Radovan.
    Mit Erschrecken nehme ich Ihr Statement zur Kenntnis, mit dem Sie Israel ins Unrecht setzen.
    Sie haben geschwiegen, als vor rd. 5 Wochen die Hisbollah ihre Raketenangriffe auf Israel wieder aufgenommen hatte, warum also dieses einseitige verurteilen Israels?
    Aus meiner Sicht bestreiten Sie Israels Recht auf Verteidigung seiner Bevölkerung gegen den Hisbollah-Terror. Sie betonen Völkerrecht und die Verpflichtung daraus, zum Schutz der Zivilbevölkerung, dem kommen Israels IDF damit nach. Oder lassen Sie das für Israelis nicht gelten? Selbstverständlich sind die libanesischen Opfer bedauerlich.
    Israel bewegt sich im Rahmen div. geltenden UN-Resolutionen zur Entwaffnung der Hisbollah, an der die libanesische Armee und die in Abwicklung befindliche UNIFIL kläglich gescheitert sind.

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  6. Es ist eine sehr bittere Situation, aber Europa nervt wirklich: Nichts tun und nur kritisieren. D.Trump ist seinen Aufgaben einfach nicht gewachsen, seine Eskapaden am Dienstag Abend waren schwer verdaulich, aber der Scheinfriede ist noch viel trügerischer. Deutschland sollte Hormus auch im Kriegsfall unterstützen, dann können die USA wieder besser eingreifen, der Krieg MUSS weitergehen. Libanon ist schwierig, Israelische Zugeständnisse bedeuten nichts Gutes, momentan gewinnen die Feinde Israels. Nur Putin hat ein Problem, nämlich ein Problem der militärischen Niederlagen und der Erfolge der Ukraine.
    In Deutschland bin ich sehr enttäuscht von Merz, der als Bundeskanzler wenig für Israel tut, Söder wäre besser gewesen. Aber in Deutschland zählt Israel ja auch nicht mehr viel, sondern der ISLAM und RAMADAN.

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  7. DT hat ohne Zustimmung des Kongresses und ohne vorherige Absprache mit den europäischen Bündnispartnern zu eventuellen Unterstützungen, einen Krieg gegen den Iran gestartet. Ohne genau festgelegte Ziele, ohne Strategie, gegen ausdrückliche und wahlentscheidende Wahlversprechen.
    Das Erreichen eines Regime-Change stand nie auf der Agenda, auch wenn der P das iranische Volk in diesem Glauben ließ – und bitte, komme mir jetzt keiner mit „die Voraussetzungen dafür werden herbeigebombt, stürzen muss das Volk, die Opposition (welche Opposition?), die Mullahs schon selbst).

    Das angereicherte Uran, wurde es gefunden und gesichert? Nein, Kriegsziel nicht erreicht.

    Die ganze Welt wurde sicherer durch diesen Krieg?
    Das muss man mir erst erklären, noch ist gar nichts sicher sondern besorgniserregender als zuvor – dass der Iran die Straße von Hormus blockieren könnte hatten die Befehlshaber im WH nicht auf dem Schirm.
    Kriegsziel nicht erreicht.

    DT und sein blutrünstiger Kriegsminister erklären sich wortreich zum Sieger, aha, so sieht also aus deren Sicht ein Sieg aus – die „Friedensverhandlungen“ in Islamabad haben eher wenig Aussicht auf Erfolg.

    Und nun setzt der Möchtegern-Weltpräsident, besser gesagt der amerikanische Zar mit Migrationshintergrund, den europäischen Bündnispartnern der NATO ein Ultimatum?
    Und fast alle Kommentierenden rufen Hurra?

    Ich kann es nicht glauben.

    One

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    1. @ One

      „Und fast alle Kommentierenden rufen Hurra?“

      Ich weiß beim besten Willen nicht, wie Sie sich zu dieser Aussage versteigen können. Vielmehr ist es im Gegenteil so, dass es hier sehr viele gibt, die differenziert und kritisch über die Person Trump und sein Vorgehen urteilen. Aber auch anerkennen können, wenn er manches erreicht oder zumindest versucht, was Israel in seinem Kampf gegen den islamistischen Terror unterstützen kann. Es gibt nicht nur schwarz-weiß, alles oder gar nichts.

      Abgesehen davon: Können Sie neben den vielen von Ihnen aufgeführten Klagen über die Ihrer Meinung nach verfehlten Ziele eigentlich auch mal aufzeigen, was Ihrer Meinung nach zielführender im Umgang mit dem iranischen Mullah-Regime hätte sein können? Die von Ihnen erhobenen Vorwürfe sind schon vielfach auch von anderen Usern dieses Forums formuliert worden und nichts Neues.

      Spannend und innovativ wäre insofern zur Abwechslung mal das Aufzeigen, wie man es hätte besser machen können.
      Oder wäre es Ihrer Ansicht nach angemessener gewesen, alles beim Alten zu lassen?

      Das heißt:
      – Dieses Regime und seine Proxys, wie seit Jahrzehnten, mit Terror in der Region und Welt weiter wüten zu lassen?
      – Atomverhandlungen zu führen, ohne die Frage der Menschenrechte, die Unterstützung von Hamas, Hisbollah etc, oder den Ausbau der strategischen Waffen mit einbinden zu dürfen, weil Iran sich dieses verbeten hatte mit der Drohung, ansonsten die Verhandlungen abzubrechen?
      – Hätte man weiter vorgeblich auf „Handel durch Wandel“ setzen sollen, um sich ungeniert die Taschen füllen zu können?

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    2. @ One. Es ist vor kurzem ein Gesetzesentwurf der Demokraten im Kongress gescheitert. Sie wollten seine Alleingänge im Krieg stoppen. Gerade, wenn jetzt die Gespräche alle scheitern sollten. So lange die Republikaner noch alle auf seiner Seite stehen, nichts zu machen. D.T. darf weiter so wie er will. Das wird bis zu den „midterms“ so bleiben. Hohe Militärs haben D.T. auf die Problematik mit der Straße von Hormus vor dem Krieg aufmerksam gemacht und gewarnt. Er hat nicht auf sie gehört.

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    3. One @ ganz auf Ihrer Linie. Ich fürchte nur, der Trumpolatrie einiger Foristen ist nicht mit Argumenten beizukommen. Wenigstens die Tatsache, dass Israel von Verhandlungen ausgeschlossen ist, die seine Existenz betreffen, müsste doch sämtliche Alarmglocken läuten lassen. Und dass diese Verhandlungen in Pakstan stattfinden, ist auch kein gutes Zeichen.

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  8. Jede Waffenruhe wird von der Mullahseite als Sieg dargestellt! Wir haben es dem „grossen und kleinen Satan“ gezeigt. Bei einfachen Gemütern zeigt das eben Wirkung, aber in Wahrheit reagieren diese Schiitenfanatiker nur auf Gewalt.

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  9. Wenn Frankreich und Großbritanien und Spanien einfach schweigen würden, ginge es der Welt schon viel besser.

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