Die Nationen kommen nach Jerusalem

Die Jahreskonferenz der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem zum Laubhüttenfest stand in diesem Jahr unter dem Motto „Die Stadt Gottes – 50 Jahre Jerusalem“. Insgesamt nahmen 6.000 Christen aus 100 Nationen daran teil.
An der Eröffnungsveranstaltung in Ein Gedi nahmen mehr als 5.000 Besucher teil

Foto: Israelnetz/mh

An der Eröffnungsveranstaltung in Ein Gedi nahmen mehr als 5.000 Besucher teil

JERUSALEM (inn) – Die Auftaktveranstaltung der Jahreskonferenz der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem (ICEJ) begann am Freitagabend am Toten Meer. Weil der ursprünglich eingeladene Redner, der Evangelist Reinhard Bonnke, aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, sprach Angus Buchan zu den mehr als 5.000 Besuchern. Der Südafrikaner rief die Besucher zur Buße auf und forderte die Teilnehmer auf, sich neu für Gott zu entscheiden.

Ab Samstagabend versammelten sich die Teilnehmer zu Seminaren in der Pais Arena in Jerusalem. In den zahlreichen Seminaren waren unter anderem Redner eingeladen, um über die christliche, messianisch-jüdische und jüdische Perspektive des Laubhüttenfestes zu sprechen.

Als Grund, zum Laubhüttenfest nach Jerusalem zu kommen, gilt den Besuchern die Bibelstelle Sacharja 14,16. Dort spricht der Prophet: „Und alle, die übriggeblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten.“

Auf dem Programm des Festes stand erneut die Parade der Jerusalemer Stadtverwaltung durch die Innenstadt, bei der Tausende Christen aus aller Welt ihre Solidarität mit Israel demonstrieren. Zehntausende Israelis säumten die Straßen und bewunderten das Spektakel.

Am Dienstagabend lud die ICEJ mehrere Hundert Israelis zu einem Gala-Abend ein. Darunter waren auch Soldaten, die 1967 an der Befreiung der Jerusalemer Altstadt beteiligt waren.

„Wer Israel segnet, wird gesegnet“

Teilnehmerin der Konferenz war auch Erika Parada aus Bolivien. Seit einigen Jahren übersetzt sie die Hauptveranstaltungen für die spanischsprachigen Besucher: „1999 kamen nur zwei Teilnehmer aus unserem Land, im Jahr 2000 waren es schon vier. 2004 kam ich mit meinem Mann zu den Flitterwochen hierher. Da waren wir 14 Leute. Fünf Jahre später waren es 52 Teilnehmer.“ Die dreifache Mutter ist sichtlich begeistert: „In diesem Jahr sind wir 200 Leute. Leider konnte mein Mann in diesem Jahr nicht mitkommen, weil er auf unsere Kinder aufpassen muss. Aber wir sparen, damit wir im nächsten Jahr als ganze Familie zum Fest kommen können.“

200 Bolivianer kamen dieses Jahr zum Laubhüttenfest nach Jerusalem – darunter auch Erika Parada Foto: Israelnetz/mh
200 Bolivianer kamen dieses Jahr zum Laubhüttenfest nach Jerusalem – darunter auch Erika Parada

Dass in diesem Jahr so viele Teilnehmer aus Bolivien an der Konferenz teilnehmen, sieht Parada als Wunder: „Unsere Regierung ist nicht sehr freundlich gegenüber Israel. Doch wir Christen wollen ein Zeichen setzen. Nur wenn wir Israel segnen, werden wir gesegnet werden.“

Die ICEJ wurde im Jahr 1980 von Christen gegründet, um den Anspruch des jüdischen Volkes auf Jerusalem und seine besondere Verbindung zur Stadt Davids zu bekräftigen. Heute hat sie aktive Zweigstellen in mehr als 80 Ländern. Die Arbeit der ICEJ steht unter dem Spruch aus Jesaja 40,1: „‚Tröstet, tröstet mein Volk!’, spricht euer Gott.“ Dabei hilft sie durch Hilfsprogramme in Israel auf praktische Weise und will Informationen über Israels Berufung für christliche Gemeinden in aller Welt bieten.

Von: mh

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