Dichter-Festival in Jordanien von anti-israelischer Haltung überschattet

AMMAN (inn) – Die jordanische Autorenvereinigung boykottiert ein internationales Dichter-Festival in dem arabischen Land, weil ein Amerikaner mit israelischem Pass daran teilnehme. Das teilte die Organisation am Sonntag mit.

Das einwöchige “Odyssey Dream International Literary Festival” hat am Freitag begonnen. Offizielle Botschaftsvertreter aus Israel und den USA sagten laut der Tageszeitung “Ha´aretz”, sie hätten keine Kenntnis über einen israelischen Staatsbürger, der sich auf der Liste der amerikanischen Teilnehmer befinde. Bei dem fraglichen Dichter handelt es sich um Shawki Bani Ami. Der Sprecher der Vereinigung, Mohammad al-Maschayech, teilte auf eine entsprechende Frage hin mit, sie hätten keinen sicheren Beweis für die israelische Staatsbürgerschaft. “Sein Name ist israelisch”, fügte er hinzu.

Festival-Direktor Munir Mesijed sagte hingegen, Ami sei gebürtiger Amerikaner. Die Schriftstellervereinigung versuche, das Festival mit seiner falschen Anschuldigung zu zerstören. Sie “hat uns beschuldigt, die kulturellen Beziehungen mit Israel zu normalisieren”, fügte er hinzu. “Jordanische Dichter sind unter Druck von dieser Veranstaltung ausgeschlossen worden. Wir wollen offen sein für die anderen, für andere Kulturen und Menschen.”

Einer der 15 jordanischen Dichter ignorierte den Boykott. Die Vereinigung bezeichnete er als “voreingenommen und parteiisch”. “Sie leben im finsteren Zeitalter”, so Nael Ahmed Jussef. “Diese Position reflektiert nicht die jordanische Gesellschaft als Ganzes.”

Im Jahr 1994 hatten Israel und Jordanien ein Friedensabkommen unterzeichnet.

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