Deutschland unterstützt Klärwerkbau in Nablus

Die Bundesregierung gibt zehn Millionen Euro für ein Klärwerk in Nablus. Es soll laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung „grenzüberschreitende Wirkung“ haben.
Ein Klärwerk ist unerlässlich bei der Wiederaufbereitung von verschmutztem Wasser (Symbolbild)

Foto: harry_nl

Ein Klärwerk ist unerlässlich bei der Wiederaufbereitung von verschmutztem Wasser (Symbolbild)

RAMALLAH (inn) – Die Stadtverwaltung in Nablus hat am Montag eine Abmachung unterzeichnet, die ihr eine zehn Millionen Euro teure Kläranlage zusichert. Finanzträger ist die KFW-Entwicklungsbank. Es sei dann das erste Klärwerk dieser Größe im Westjordanland, schreibt die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA . Die Abmachung wurde im Rahmen der deutsch-palästinensischen Entwicklungszusammenarbeit unterschrieben.

Im Westteil der Stadt Nablus soll laut KFW eine umwelt- und gesundheitsverträgliche Abwasserentsorgung sichergestellt werden. Das werde durch den Bau einer Kläranlage gewährleistet. Das Vorhaben soll in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Technischen Zusammenarbeit (TZ) passieren. Die verbesserte Abwasserentsorgung werde „grenzüberschreitende Wirkungen und damit eine hohe friedenspolitische Bedeutung“ haben. Auftraggeber des Projekts ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Das palästinensische Landwirtschaftsministerium und die Wasserbehörde haben sich am Entwurf des Projekts beteiligt. Das wiederaufbereitete Wasser soll ebenso 1.000 Bauern und ihren Feldern zugute kommen. Laut WAFA hat die deutsche Regierung bislang insgesamt mehr als 100 Millionen Euro in Wasser- und Wasseraufbereitungsprojekte in der Gegend um Nablus investiert.

Verlässlicher Entwicklungspartner

„Seit Jahrzehnten ist Deutschland für die Menschen im Westjordanland und im Gazastreifen ein verlässlicher und planbarer Entwicklungspartner, besonders in schwierigen Zeiten“, sagte der Leiter des deutschen Entwicklungsbüros in Ramallah, Bernd Kuebart: „Wir werden versuchen, die Lebensbedingungen der Menschen in den palästinensischen Gebieten so gut es geht zu verbessern.“

Von: mm

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