Beide Länder wollen sich bei der sogenannten Provenienzrecherche zu NS-Raubkunst und Judaica unterstützen. Zwischen deutschen und israelischen Einrichtungen soll eine Kooperation aufgebaut werden, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung. Laut der Online-Zeitung „Times of Israel“ sollen Kunstexperten aus beiden Ländern für diese Zwecke weitergebildet werden. Geplant ist außerdem der Aufbau einer gemeinsamen Datenbank.
Zudem vereinbarten die beiden Länder die Auslobung eines deutsch-hebräischen Übersetzerpreises. Dieser soll alle zwei Jahre verliehen werden. „Ausgezeichnet werden Übersetzungen herausragender literarischer oder wissenschaftlicher Werke mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 10.000 Euro“, teilte die Bundesregierung weiter mit. Die erste Verleihung soll im kommenden Jahr in Berlin stattfinden.
Grütters hatte sich auch mit ihrer israelischen Amtskollegin Limor Livnat getroffen. Es war in diesem Jahr bereits die zweite Zusammenkunft der beiden Ministerinnen in Jerusalem.