Deutsche und israelische Teenager bauen Häuser für Arme in Zentralamerika

MANAGUA (inn) - Die Hilfsorganisation "Bridges to Community" hat israelische und deutsche Teenager nach Zentralamerika geschickt. Sie wollen vom 17. bis zum 25. Februar helfen, acht Häuser für arme Menschen in Nicaragua aufzubauen. An dem Einsatz nehmen auch jüdische Jugendliche aus anderen Ländern teil.

“Diese Menschen brauchen Hilfe, und wir können sie gewähren. Warum also nicht? Mir kommt eigentlich nichts Negatives in den Sinn, sogar die physische Arbeit ist angenehm.” Mit diesen Worten beschreibt Evan Lobell aus New York ihr Befinden in Managua, der Hauptstadt von Nicaragua. “Ich wusste nur, dass es eine Woche lang rau zugehen würde”, sagte Max Applebaum bezüglich seiner Entscheidung, nach Nicaragua zu gehen, anstatt sich – wie viele seiner Freunde – Colleges für das weitere Studium anzuschauen. “Das hier ist ein echter Test für mich, komme ich doch aus recht geschützten Verhältnissen.” Trotz eines harten Arbeitsalltags beschweren sich die 63 Teenager nicht, sondern sie kritisieren sogar ihren luxuriösen Lebensstil zu Hause.

Laut der jüdischen Wochenzeitung “Tachles” müssen die Teilnehmer rund 2.000 Dollar für die Reise bezahlen. Davon mussten sie 1.200 Dollar aus eigener Tasche begleichen.

“Eigene Zimmer größer als Häuser in Nicaragua”

“Für unsere jungen Leute ist das Übernehmen von Verantwortung eine Domäne, die sie erkunden müssen. Die meisten unserer Kinder haben zu Hause ihre eigenen Zimmer, und die meisten dieser Zimmer sind größer als die Häuser, die wir hier bauen”, meint der Rabbiner Douglas Krantz.

Die Häuser sind im Vergleich mit den Wohngebäuden der Teenager eher Baracken, doch für die Einheimischen bedeuten die Zementwände und der geflieste Boden viel. “Das ist vor allem für die Kinder wichtig, wenn es regnet”, meinte Sophie Lombeck aus New York, “und das Dach leckt auch nicht.” Nach ihrem Einsatz sind die Baracken längst nicht fertig, sie bestehen nur aus dem “Skelett”. Der Bau wird dann von ortsansässigen Arbeitskräften beendet.

Auf die Frage, warum er mithelfe, meinte Adam Frankel aus New York: “Ich mache da mit, weil ich mich verantwortlich fühle.” Dass er eine Mizwa (religiöses Gebot) erfülle, hielt er für zweitrangig.

Das Gemeinschaftsunternehmen “Bridges to Community” (“Brücken zur Gemeinschaft”) ist eine gemeinnützige Organisation. Sie hat ihren Sitz in Ossining im US-Bundesstaat New York.

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