Deutsche Delegation trifft Angehörige entführter Soldaten

KIRIJAT SCHMONAH (inn) – Bundestagsabgeordnete haben sich am Sonntagnachmittag mit Angehörigen der entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev getroffen. Das Gespräch fand in Kirijat Schmonah nahe der Grenze zum Libanon statt.

An dem Treffen nahmen die Väter Zvi Regev und Schlomo Goldwasser sowie die Ehefrau Karnit Goldwasser teil. Außerdem war der stellvertretende Bürgermeister von Kirijat Schmonah, Sami Malul, zugegen. Zvi Regev sagte anschließend, sie seien bei den deutschen Politikern, die seit Samstag in Israel sind, auf offene Ohren gestoßen. Das Thema sei detailliert behandelt worden. Die Delegation wird vom Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion, Volker Kauder, angeführt. Wie die Tageszeitung “Jediot Aharonot” berichtet, dauerte das Gespräch etwa anderthalb Stunden.

“Wir treffen uns mit jedem Vertreter, der ein Interesse daran hat, uns zu treffen”, sagte Karnit Goldwasser. “Das alles geschieht mit dem Ziel, eine Botschaft an die ranghohen Vertreter der libanesischen Regierung zu senden, dass sie die Resolution 1701 einhalten müssen, wie es die israelische Regierung getan hat.”

Deshalb baten die Israelis die Deutschen, Druck auf die libanesische Regierung auszuüben: “Ich bin vom libanesischen Präsidenten Emile Lahud abgewiesen worden. Nun hoffe ich, dass die deutschen Vertreter, die später auch in den Libanon kommen sollen, mit ihm, Premier Fuad Siniora und dem Parlamentsvorsitzenden Nabija Bari zusammentreffen werden. Dabei versuchen sie hoffentlich, weitere Informationen über Udi und Eldad zu erhalten. Für uns ist jedes Treffen dieser Art eine Gelegenheit, das Thema voranzubringen. Für Udi und Eldad ist es eine Verkürzung um einen weiteren Tag in der Geiselhaft.”

Die deutschen Abgeordneten sagten anschließend, sie würden erst nach Begegnungen mit israelischen Politikern näher auf die Inhalte des Treffens eingehen. Am Abend trafen sie in Jerusalem Premierminister Ehud Olmert.

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