„Der Optimist“: Peres im Interview für Amazon

SEATTLE (inn) – Der Internetriese Amazon hat den israelischen Präsidenten Schimon Peres interviewt. Für sein E-Book „Kindle Singles“ startete Amazon kürzlich eine Serie mit Promi-Interviews. Jedes der Gespräche ist einzeln online erhältlich. Peres war der erste in der Reihe, noch vor US-Präsident Barack Obama. Sein Interview trägt den Titel „Der Optimist“.
Mit dem Interview des israelischen Staatspräsidenten startete Amazon seine Serie.

Foto: Amazon.de / Screenshot Israelnetz

Mit dem Interview des israelischen Staatspräsidenten startete Amazon seine Serie.

Peres äußert sich in dem Gespräch über die Wiederaufnahme des Friedensprozesses, die globale Gefahr nuklearer Waffen des Iran, Israels ersten Premierminister David Ben-Gurion und seine Einstellung zur technisierten Welt. Unter anderem gehe es dabei um globale Veränderungen, wie den Boom der sozialen Netzwerke, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bezeichne der Präsident als den wichtigsten Revolutionsführer der heutigen Zeit.
Peres betont im Interview außerdem die Ernsthaftigkeit der Friedensverhandlungen, die US-Außenminister John Kerry initiierte. Ferner fordere der Staatspräsident eine friedliche Lösung im Konflikt mit dem Iran und erkläre, dass die Sanktionen gegen das Land ihre Wirksamkeit zeigten.
Das Interview führte der Journalist David Samuels, ein langjähriger Mitarbeiter der Magazine „The New Yorker“ und „The Atlantic“, in Zusammenarbeit mit dem „Tablet Magazine“, das täglich online über jüdische und israelische Nachrichten, Ideen und Kultur informiert. Peres habe sich für Samuels zwei Stunden Zeit genommen, schreibt „Yediot Aharonot“.
Die Serie „The Kindle Singles Interview“ ist im Online-Store von „Kindle Singles“ erhältlich, den Amazon vor zwei Jahren eröffnete. Der Internethändler bietet dort neben den Promi-Interviews Geschichten, Memoiren und Essays zum kostenpflichtigen Download auf seine Kindle-E-Books an. Das Gespräch mit Peres kostet 3,56 Dollar und ist vor gut einer Woche veröffentlicht worden.

Amazon will mehr „eigene“ Inhalte

Nach Angaben von „Yediot Aharonot“ habe Amazon die Interview-Serie gestartet, um eigenständig mehr unabhängige und exklusive Inhalte anbieten zu können, anstatt nur Inhalte externer Produzenten zu vermarkten. Inspiriert worden sei der Online-Händler dabei vom „Playboy“. Das Männermagazin veröffentlichte in den 60er bis 80er Jahren Interviews mit wichtigen Persönlichkeiten, unter anderem mit Martin Luther King, Jimmy Carter, John Lennon und Yoko Ono.
„Diese Interviews bereiteten den Weg zu der Idee für lange und ausführliche Dialoge mit großen Persönlichkeiten unserer Zeit“, erklärte David Blum, Herausgeber von „Kindle Singles“. Er ergänzte: „Wir hoffen, diese Tradition weiter fortzuführen und den unbegrenzten digitalen Raum zu nutzen, um weitere große Künstler und Denker zu Gesprächen mit erfahrenen Schreibern und Interviewern zu engagieren.“
Am Mittwoch publizierte Amazon das zweite Interview der Serie, dieses Mal mit dem US-Präsidenten Obama, berichtet die US-Zeitung „Washington Post“. Amazon stellt dieses Gespräch kostenlos zur Verfügung.

„The Optimist“ (nur auf Englisch) ist hier erhältlich http://www.amazon.com/gp/product/B00E4X2COQ/ref=s9_al_bw_clnk/179-0360799-0210315?pf_rd_m=ATVPDKIKX0DER&pf_rd_s=center-3&pf_rd_r=0JWZDG398RAQ3VPEXYWC&pf_rd_t=101&pf_rd_p=1587198542&pf_rd_i=2486013011

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