„Der Iran hat Jerusalem nie vergessen“

Zum Al-Quds-Tag sind in vielen Städten Menschen gegen Israel aufgetreten, darunter auch in Berlin. Dort zeigten auch Gegendemonstranten Flagge. Das Iranregime hatte im Vorfeld betont, in diesem Jahr habe die Veranstaltung eine besondere Bedeutung.
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Gegen die USA, gegen Israel: Demonstranten während des Al-Quds-Tages in Teheran
Gegen die USA, gegen Israel: Demonstranten während des Al-Quds-Tages in Teheran

TEHERAN / BERLIN (inn) – Zum jährlichen Al-Quds-Tag haben am Freitag und Samstag Demonstranten in vielen Städten der Welt für die „Befreiung Palästinas“ demonstriert, darunter in New York, London und Toronto. Die größte Kundgebung fand in Teheran statt; dort verbrannten die Demonstranten amerikanische und israelische Flaggen.

In Berlin auf dem Kurfürstendamm kamen am Samstag etwa 1.200 Menschen zusammen, um gegen Israel zu demonstrieren. Auf Plakaten war zu lesen: „Muslime, Juden, Christen Hand in Hand gegen Zionisten!“ Die Demonstranten verteilten an Passanten anti-israelische Flugblätter.

Der Zug setzte sich am Adenauerplatz in Bewegung und endete am Wittenbergplatz. Die Polizei wachte über die Veranstaltung. Zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten kam es nicht. Unter diesen war etwa der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. Er hatte im Vorfeld die Einwohner Deutschlands dazu aufgerufen, am Al-Quds-Tag aus Solidarität für Israel Kippa zu tragen.

Warnung für US-Plan für Nahost

Den Al-Quds-Tag hat das Iranregime 1979 als Gegenstück zum israelischen Jerusalemtag ausgerufen. Er findet immer am letzten Freitag im Fastenmonat Ramadan statt. Al-Quds („die Heilige“) ist die arabische Bezeichnung für Jerusalem. Für das Iranregime war die Demonstration in diesem Jahr nach eigenem Bekunden besonders bedeutsam. Grund dafür sei, dass die US-Regierung die „palästinensische Sache“ von der weltweiten Agenda streichen wolle.

Der iranische Präsident Hassan Rohani warnte in diesem Zusammenhang am Donnerstag vor dem Friedensplan, den die USA noch bekanntgeben wollen. Dieser sei zum Scheitern verurteilt. Er fügte hinzu: „Der Iran hat Jerusalem nie vergessen, auch nicht die Unterdrückten in Syrien, im Libanon, im Irak und im Jemen. Der Iran wird sie nicht ihrem Schicksal überlassen.“

Von: df

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