“Der deutsche Weg” – Ausstellung israelischer Fotografen in München

MÜNCHEN (inn) – Ein Dutzend israelische Fotokünstler stellen ab Anfang Februar in München Arbeiten zum Thema “Der deutsche Weg” aus. Unter den Künstlern ist der Fotograf Amir Cohen, der mit seinen Bildern aus israelischer Sicht der “Mythisierung deutscher Kultur” auf der Spur ist.

“Die Wahrnehmung des Anderen” lautet der offizielle Titel der Installation mit dem Untertitel “Der deutsche Weg in den Augen israelischer Fotokünstler”. Die Fotos der israelischen Künstler werden vom 7. Februar bis zum 13. März im “Zentrum für zeitgenössische israelische Kunst” (ZZIK) in München (Isabellastraße 33) ausgestellt.

“Um Schreiben zu können, benötigt man ein Dach, eine Großmutter und eine Wunde”, schrieb der israelische Schriftsteller Amos Oz. Der 1964 geborene Fotokünstler Amir Cohen hat dies zum Motto eines Ausstellungsprojekts gemacht. “Durch die Linse der eigenen Wahrnehmung fokussiert er in dieser Werkschau, was er den ‘deutschen Weg’ nennt”, heißt es in der Einladung zu der Ausstellung. “Er rückt die Mythisierung deutscher Kultur samt all ihrer Verzerrungen und Doppeldeutungen ins helle Rampenlicht und löst damit Denkprozesse aus.“

Eine weitere vertretene Künstlerin ist Varda Polak-Sahm, eine Israelin, die mit einem Deutschen verheiratet ist. Sie hat vier Fotomontagen geschaffen. Auf einem der Bilder ist die gemeinsame deutsch-israelische Tochter zu sehen, in Militäruniform mit Engelsflügeln am Rücken und großen Stiefeln an den Füßen. Den Hintergrund bildet eine Seite aus einem Lehrbuch für die deutsche Sprache: “einer, einem, dieser, diesem…”. Bei der Vernissage am 6. Februar um 19 Uhr wird der Direktor des ZZIK, Emmanuel Heller, die Begrüßungsansprache halten.

Die Ausstellung ist Teil der neuen Ausstellungssaison des ZZIK, die bis Juli dauert. Darin will das Zentrum das Leben und Denken in Israel vorstellen und Kenntnisse über das Land vermitteln, die oft von den in den Medien vermittelten abweichen. Seit dem 6. Dezember ist eine Werkschau zum Motiv Frieden zu sehen.

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