LONDON (inn) – Tausende Menschen haben am Sonntag in London ihre Solidarität mit Israel ausgedrückt. Die Aktion folgte auf eine antiisraelische Kundgebung am Samstag.
Laut der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ demonstrierten in London etwa 7.000 Menschen für Israel. Die Veranstaltung wurde von Mitgliedern jüdischer Gruppen organisiert.
„Israel ist nicht allein“, sagte der israelische Botschafter in Großbritannien, Zvi Hefetz. Der jüdische Staat habe eine breite Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft. Die Teilnehmer – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – trugen Plakate, auf denen zu lesen war: „Israel, du bist in unseren Herzen“ oder „Ja zum Frieden, Nein zum Terror“.
Auf der Demonstration sagte der Leiter einer jüdischen Gemeinschaft in Nordisrael, Oberrabbiner Jonathan Sacks: „Israel kämpft heute im Libanon, weil es sich vor sechs Jahren aus dem Libanon zurückgezogen hat. Und Israel kämpft heute in Gaza, weil es sich vor einem Jahr aus dem Gazastreifen zurückgezogen hat.“ Israel habe die schreckliche Wahrheit entdeckt, dass „keine gute Tat unbestraft“ bleibe.
Auch zahlreiche antiisraelische Protestaktionen
Am Samstag marschierten ebenfalls etwa 7.000 Menschen durch London, um gegen die israelische Militäroffensive im Libanon zu protestieren. Zudem kritisierten sie die britische und die US-amerikanische Regierung, da diese Israels Vorgehen nicht verurteilten. An der Kundgebung nahmen zahlreiche Libanesen teil. Sie machten linksgerichtete Aktivisten der israelischen Regierung für die Eskalation der Gewalt verantwortlich.
Die Teilnehmer führten libanesische Flaggen mit sich und Plakate, die „die israelischen Verbrechen im Libanon“ missbilligten. Darauf war zu lesen „Achse des Bösen: Bush, Blair, Olmert“ oder „Wir alle sind Hisbollah. Boykottiert Israel!“.
Auch in Paris, Amsterdam, Warschau und Madrid riefen Demonstranten ihre Regierungen dazu auf, den Druck auf Israel zu erhöhen. In Ägypten gingen rund 8.000 Menschen auf die Straße. Sie kritisierten die mangelnde Unterstützung der arabischen Welt für den Libanon.
In Deutschland versammelten sich in Bremen, Düsseldorf und Frankfurt am Main ebenfalls Demonstranten aus Protest gegen Israel. Die größte Kundgebung fand mit etwa 1.000 Teilnehmern in Bremen statt. In München demonstrierten etwa 300 Teilnehmer für Frieden im Nahen Osten.
Bereits in den vergangenen Tagen und Wochen war es weltweit zu Kundgebungen für und gegen den jüdischen Staat und seine Militäroffensive im Libanon gekommen.