Demonstration für Gilad Schalit in Berlin

BERLIN (inn) - Am kommenden Freitag findet vor dem Sitz des Generalsekretariats des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin eine Demonstration für den von Palästinensern entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit statt. Die Organisatoren wollen bei der Veranstaltung vor allem Druck auf das Rote Kreuz ausüben, da es diesem bislang nicht gelungen ist, den Gefangenen zu besuchen.

Die Demonstration wurde von der israelischen Organisation "International Association of Jewish Lawyers and Jurists" (IAJLJ) initiiert. In einer Pressemitteilung des Verbandes wird darauf hingewiesen, dass die im Gazastreifen herrschende Hamas bislang sämtliche Bitten des Roten Kreuzes um einen Besuch bei Schalit abgelehnt habe. Dies sei eine Verletzung der internationalen Menschenrechte. Die Menschenrechte des entführten Israelis würden dadurch "mit Füßen getreten". Weiter heißt es in der Stellungnahme: "Das Rote Kreuz, deren Hauptaufgabe der Schutz von Menschenrechten ist, teilt mit, dass es nicht in der Lage gewesen sei, sich mit Gilad Schalit zu treffen. Gleichwohl hat diese Organisation – obwohl mittlerweile mehr als vier Jahre vergangen sind – es nicht für nötig erachtet, einen Aufschrei zu verursachen oder die Hamas öffentlich für ihr Verhalten zu verurteilen."

Die IAJLA bezeichnete die Situation als "unerträglich" und hat aus diesem Anlass zu einer Demonstration aufgerufen. Als Datum für die Veranstaltung wählte sie den 10. Dezember, den Internationalen Tag der Menschenrechte. Weltweit soll dann vor den nationalen Niederlassungen des Roten Kreuzes demonstriert werden. Das Rote Kreuz soll dazu aufgefordert werden, die "Hamas endlich anzuprangern und zu verurteilen".

Die Demonstration in Berlin beginnt um 12 Uhr vor dem Sitz des Generalsekretariats des Deutschen Roten Kreuzes in der Carstennstraße 58.

Die IAJLJ ist eine nichtstaatliche Organisation, die 1969 in Israel gegründet wurde. Sie setzt sich weltweit unter anderem für die Förderung von Menschenrechten, die Verfolgung und Verhinderung von Kriegsverbrechen, das Verbot von Massenvernichtungswaffen sowie für die Einhaltung und Umsetzung internationaler Übereinkommen ein. Insbesondere tritt sie für die Rechte von Juden weltweit ein.

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