„Es ist sehr wichtig, Netanjahu zu stärken“, sagte Dajan mit Blick auf die Angriffe auf den Premier seitens links- und rechtsgerichteter Parteien. Auch Siedler seien Netanjahu nicht gewogen, meint der 57-Jährige laut der Zeitung „Jerusalem Post“. Sie verglichen ihn mit dem früheren Premier Ariel Scharon, der 2005 den Siedlungsblock Gusch Katif im Gazastreifen räumen und die Häuser abreißen ließ.
Netanjahu, so Dajan, werde auch in Zukunft die Siedungsprojekte im Westjordanland unterstützen. Außerdem sei er der richtige Mann für die wirtschaftliche Zukunft Israels oder für einen nuklear aufgerüsteten Iran.
Dajan ist seit 2007 Vorsitzender des Siedlungsrates. Er kam in Argentinien zur Welt und zog im Alter von 15 Jahren mit seiner Familie nach Israel. Im Jahr 1982 gründete er eine Computerfirma, die sich erfolgreich entwickelte und deren Anteile er 2004 verkaufte. Seither befasst er sich auch verstärkt mit der Siedlungspolitik.
In der religiös geprägten Siedlungsbewegung fällt er als säkular eingestellter Denker auf, ist deswegen bei den Siedlern jedoch auch umstritten. Dajan hat sich in der Vergangenheit gegen eine Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen. In einem Interview mit der amerikanischen Zeitschrift „The Atlantic“ schlug er Jordanien als Heimstätte für die Palästinenser vor.