Cyber-Angriff auf Israel

JERUSALEM (inn) – Pro-palästinensische Hacker haben in der Nacht zum Dienstag eine Reihe von israelischen Internetseiten beschädigt. Angriffe auf Regierungsseiten wehrten Sicherheitskräfte ab.
Am Dienstag zeigten eine Reihe israelischer Webseiten unerwünschte Inhalte.

Foto: Screenshot Israelnetz

Am Dienstag zeigten eine Reihe israelischer Webseiten unerwünschte Inhalte.
Die pro-palästinensischen Hacker „Anonymous“ haben in der Nacht zum Dienstag mehrere israelische Internetseiten lahmgelegt. Von dem Angriff betroffen waren diesmal Seiten von Sängern wie Schalom Hanoch oder Ivri Lider oder der Internetauftritt der Organisation „Israelisches Zentrum für Exzellenz durch Bildung“. Bei wichtigen staatlichen Seiten, etwa der Knesset oder des Bildungsministeriums, konnten die Sicherheitsbehörden einen Angriff abwehren. Die Hacker hatten ihren Angriff, den sie jährlich am 7. April wiederholen, bereits am 4. März als „elektronischen Holocaust“ angekündigt. Israel solle „vollständig“ aus dem virtuellen Raum verschwinden. Mit der Aktion wollen die Hacker nach eigenen Angaben Rache üben für Israels Umgang mit den Palästinensern. Bei den Angriffen unter dem Stichwort „#OpIsrael“ versuchten die Akteure, die Server mit massenhaften Zugangsanfragen zu den Seiten zu überlasten. Der Aufruf der Seite erfolgt dann langsam oder gar nicht. Neben dem Angriff auf Seiten wurden auch rund 6.700 Emails und dazugehörige Passwörter veröffentlicht, berichtet die israelische Tageszeitung „Ha’aretz“. Dabei sei jedoch unklar, ob es sich bei einigen nur um scheinbare Adressen handelt. Das erste Mal erfolgte ein Cyber-Angriff der Gruppe im November 2012 nach der „Operation Wolkensäule“. Ein weiterer Angriff im Jahr 2013 erregte noch Bedenken der Sicherheitskräfte. Danach wurde aber klar, dass die Hacker größtenteils amateurhaft vorgehen und Angriffe auf Regierungsseiten leicht abgewehrt werden können. (df)

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