Derzeit werden die Studios in der katholischen Pfarrei von Tajbeh, östlich der Autonomiestadt Ramallah im Westjordanland, gebaut. Der dortige Pfarrer Raed Abuschaliah sagte, der Sender solle ein christliches Programm mit Gottesdiensten, Glaubensunterweisung, aktuellen Sendungen und Musik ausstrahlen. Israelische und palästinensische Behörden sowie der Vatikan hätten die Genehmigung erteilt, fügte er laut der „Katholischen Nachrichtenagentur“ (KNA) hinzu.
„Keine Politik machen“
Das „Holy Land Radio“ soll unter anderem die arabischsprachigen Sendungen von „Radio Vatikan“ übernehmen – dieser Sender ist laut Abuschaliah sein engster Kooperationspartner. In der Anfangsphase sollen zudem Programmteile des libanesischen „Voix de la Charité“ (Stimme der Nächstenliebe) ausgestrahlt werden.
Für die Finanzierung ist hauptsächlich die italienische Bischofskonferenz zuständig. Auch die Stadt Florenz, Partnerstadt von Tajbeh, leistet ihren Beitrag. Eigentümer ist die „Olivenzweig-Gesellschaft“, sie ist keine offizielle kirchliche Einrichtung. Der Sender hat sich gegenüber dem Patriarchen verpflichtet, „keine Politik zu machen“.