„Christen und Israel, wie Brüder und Schwestern“

Christliche Medienvertreter kommen auch in diesem Jahr auf Einladung der israelischen Regierung virtuell zusammen. Israelische Politiker loben das enge Verhältnis zwischen Christen und Israel. Zeitgleich warnen sie jedoch vor den vielfältigen Gefahren für den jüdischen Staat.
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Premier Bennett lobte die Freundschaft zwischen Christen und Israel

Foto: GPO, Screenshot Israelnetz

Premier Bennett lobte die Freundschaft zwischen Christen und Israel

JERUSALEM (inn) – Christen sind wahre Freunde Israels. Das sagte Israels Präsident Jitzchak Herzog im Rahmen des fünften Christlichen Mediengipfels am Donnerstag, der wie im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie online stattfinden musste. Sein Volk wisse, „dass wir auf euch zählen können“. Viele Christen stünden an Israels Seite im Kampf gegen Terrorismus und würden helfen, die Wahrheit über Israel zu teilen. Zudem seien Christen „Partner, die den Geist der Abraham-Abkommen verbreiten“.

Herzog lobte die Verdienste des ehemaligen Regierungschefs Benjamin Netanjahu (Likud) und des früheren US-Präsidenten Donald Trump rund um die Abraham-Abkommen. Und er dankte Premier Naftali Bennett (Jamina) und dem jetzigen amerikanischen Präsidenten Joe Biden für ihre Bemühungen, die Abkommen auszudehnen und mit Leben zu füllen. Mittlerweile arbeiteten die Länder der Abraham-Abkommen auf vielen Gebieten eng zusammen. Darin zeige sich das biblische Versprechen Gottes an Abraham: „Ich will segnen, die dich segnen.“ (1. Mose 12,3).

Warnung vor Iran

Herzog erwähnte in seiner aufgezeichneten Rede jedoch auch die vielfältigen Gefahren für den jüdischen Staat. So bedrohe der Iran Israel weiterhin in seiner Existenz. Außerdem seien der Antisemitismus und die Delegitimierung Israels in der Corona-Pandemie weiter gestiegen. Herzog machte deutlich, dass Israel alles unternehmen werde, um seine Staatsbürger zu schützen. Dafür baue er auch auf die christlichen Verbündeten.

Bennett verwies in seinem Redebeitrag auf das diesjährige Motto des Mediengipfels: „Abraham-Abkommen und Abrahamitische Religionen: Partner für den Frieden“. Die Abkommen hätten zu Wohlstand und Frieden geführt und seien ein wesentlicher Grund für regionale Stabilität. Er fügte hinzu, dass Israel der einzige Ort im Nahen Osten sei, „an dem die christliche Gemeinschaft wächst, gedeiht und floriert”. Heute stehe Israel enger mit Christen zusammen, als jemals zuvor: „Wir sind Brüder und Schwestern“. Auch Bennett warnte vor dem Iran, der versuche, „Israel zu zerstören, die Welt zu beherrschen und sie in einen dunklen Abgrund zu stürzen“.

„Frieden für Frieden“

Oppositionsführer Netanjahu nannte die Abraham-Abkommen „eine Niederlage“ für die Palästinenser. In Anspielung auf die „Land für Frieden“-Formel sagte er: „Israel hat zum ersten Mal Frieden für Frieden gemacht“. Die Palästinenser dagegen seien nicht an Frieden interessiert. Ihnen gehe es nur um einen eigenen Staat anstelle von Israel.

Außenminister Jair Lapid (Blau-Weiß) betonte „die wichtige Rolle, die christliche Medien bei der Stärkung der Freundschaft zwischen Christen und Juden auf der ganzen Welt spielen“.

Beim Mediengipfel sprachen neben christlichen Medienvertretern auch Journalisten aus verschiedenen arabischen Ländern. Der nächste „Christian Media Summit“ ist in Präsenz im Juni 2022 geplant.

Von: Martin Schlorke

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