Bush: Israel kann nicht verhandeln, während das Land terrorisiert wird

WASHINGTON (inn) – „Für Israel ist es derzeit unmöglich, über einen Frieden zu verhandeln, während das Land terrorisiert wird.“ Das sagte US-Präsident George W. Bush in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender „ABC“ (New York).

Wie ein US-Regierungssprecher mitteilte, werde der Nahost-Gesandte Anthony Zinni vorerst dennoch in der Region bleiben. Zinni solle weiterhin versuchen, einen Waffenstillstand zwischen Israel und den Palästinensern zu erreichen, teilte ein Regierungssprecher mit.

Am Dienstag hatte sich Zinni mit drei weiteren Gesandten, die sich ebenfalls in der Region befinden, in Jerusalem zu einem Gespräch über die derzeitige Lage getroffen

Bei dem Treffen Zinnis mit dem Gesandten der Europäischen Union (EU), Miguel Moratinos, Andrei Vdovin aus Rußland und dem Gesandten der Vereinten Nationen, Terje Larsen, sei auch über eine Möglichkeit gesprochen worden, eine weitere Eskalation zu verhindern.

Beratungen über potentielle Alternative zu Arafat

Zudem sei auch über einen möglichen Nachfolger von PLO-Chef Yasser Arafat gesprochen worden, falls dieser durch den Druck der Israelis gezwungen wäre, das Land zu verlassen. Zu Arafat als Palästinenserführer gebe es zur Zeit jedoch keine Alternative, hieß es weiter.

Ein neuer Führer der PLO werde mit der gegenwärtigen Lage nur schwer zurecht kommen und weniger Einfluß auf die palästinensische Bevölkerung besitzen als derzeit Arafat. So könne die Situation instabiler und gefährlicher werden, hieße es nach dem Gespräch der Nahost-Gesandten.

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