Busbomber muss 25 Jahre ins Gefängnis

TEL AVIV (inn) – Das Bezirksgericht Tel Aviv hat Muhammad Mafardschi am Montag zu 25 Jahren Haft verurteilt. Der Palästinenser hatte im Jahr 2012 in der Küstenstadt einen Bombenanschlag auf einen Bus verübt.
Im Bezirksgericht Tel Aviv erfolgte der Urteilsspruch gegen den Busbomber.

Mafardschi war am 21. November 2012 in den Bus gestiegen und hatte dort eine Bombe gelegt, bevor er wieder ausstieg. Kurz darauf ließ sein Komplize Ahmed Mussa, ein Palästinenser aus dem Westjordanland, die Bombe via Smartphone detonieren. Bei der Explosion verletzten sich 24 Menschen.
Wie das Gericht feststellte, war der unmittelbare Anlass der Tat die Ermordung des Hamas-Kommandanten Achmed Dscha‘abari. Die israelische Luftwaffe tötete ihn am 14. November 2012 im Rahmen der „Operation Wolkensäule“ (Israelnetz berichtete). Die beiden Täter hätten sich dazu entschieden, „einen Angriff auszuführen, um den Krieg in Gaza zu beenden“, zitiert die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“ aus dem Richterspruch.
Der Verurteilte stammt aus Beit Lakia bei Ramallah. Vor dem Anschlag lebte er lange in dem arabischen Dorf Taibe im Norden Israels. Der 19-Jährige besitzt dank einer Familienzusammenführung die israelische Staatsbürgerschaft.
Der Prozess gegen seinen Komplizen ist noch nicht abgeschlossen. Das Gericht erwähnte außerdem den Palästinenser Mohammed Assi, der den Anschlag mitplante. Das israelische Militär erschoss ihn im Oktober 2013 bei dem Versuch einer Gefangennahme (Israelnetz berichtete).

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