„Breaking the Silence“ (Das Schweigen brechen) veröffentlicht Zeugenaussagen von Soldaten, die an Angriffen auf Palästinenser im Gazastreifen beteiligt waren. Diese anonymen Berichte werfen ein schlechtes Licht auf das israelische Militär, das sich als moralisches Vorbild sieht. Nun fordert die Staatsanwaltschaft, dass die Organisation die Namen ihrer Zeugen benennt. Doch diese wehrt sich dagegen, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.
Die Staatsanwaltschaft fordere damit quasi, „Breaking the Silence“ ein Ende zu setzen, meint der Anwalt der Organisation, Michael Sfard. Er sprach am Sonntag vor dem Friedensgericht Petach Tikva, es war der erste Tag der Anhörung zu der Forderung. Die Organisation müsse das journalistische Vorrecht erhalten, ihre Quellen zu schützen, weil sie „journalistische Arbeit“ leiste, sagte der Verteidiger.
Sfard ergänzte: „Es steht mehr auf dem Spiel als die Zukunft von ‚Breaking the Silence‘.“ Heute stehe diese Organisation vor Gericht. „Morgen werden es die Blogger sein, andere Mitglieder der Presse, und natürlich nichtstaatliche Organisationen, die Menschenrechte schützen.“