Brände in Jerusalemer und Bethlehemer Kirchen

JERUSALEM / BETHLEHEM (inn) – Feuer in Jerusalemer und Bethlehemer Kirchen haben am Montagabend und in der Nacht auf Dienstag Sachschäden verursacht. Die Untersuchungen der Behörden dauern an.
In der Jerusalemer Dormitio-Abtei legte ein Unbekannter am Montagabend ein Feuer.

In dem Raum der traditionellen Stelle der Krippe in einer Höhle unter der Bethlehemer Geburtsbasilika hat es einen Brand gegeben, der aber schnell gelöscht werden konnte. Angeblich ist eine brennende Öllampe umgefallen und auf Stoff gefallen. Bei dem Brand seien auch an der Wand hängende Ölgemälde beschädigt worden. Die palästinensische Polizei habe laut Medienberichten eine Untersuchung eingeleitet.
Das Feuer habe bunte Vorhänge entzündet und Rauchschäden an zwei Ikonen verursacht und sei schließlich „von selbst ausgebrannt“. Gegen gegen 4:30 Uhr morgens habe ein Sicherheitsbeamter den Brand entdeckt, nachdem er Rauch gerochen habe.

Brandanschlag nach Papstbesuch

Auf dem Jerusalemer Zionsberg habe zudem ein Unbekannter versucht, die Dormitio-Kirche in Brand zu stecken. Ein Mann, der als „Nicht-Jude“ beschrieben worden ist, sei von den deutschen Benediktiner-Mönchen bei der Flucht gesehen worden. Das meldete in der Nacht der israelische Rundfunk.
Der Täter habe das Fürbittebuch, das üblicherweise in der Krypta liegt, in Brand gesteckt, um in einem Nebenraum der Apsis hinter der Chororgel das Feuer zu entzünden. In dem Raum lagerten kleine Holzkreuze für Karfreitag und Kirchenbänke aus Holz.
Gemäß einer Erklärung von Abt Gregory Collins ereignete sich der Brandanschlag am Montag nur eine knappe Stunde nach der Papstmesse im benachbarten Abendmahlssaal, zwischen 18:30 und 19 Uhr. Niemand sei zu Schaden gekommen, aber es habe Sachschaden gegeben. „Die Polizei ist vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen. Wir erwarten eine rasche Aufklärung des Vorfalls.“
Der Gesandte der Deutschen Botschaft in Tel Aviv, Benedikt Haller, besuchte am Dienstag die Dormitio-Abtei, um sich über den Brand zu informieren. „Ich bin sehr betroffen über den Brand in der Dormitio-Abtei in Jerusalem gestern Abend. Man muss von Glück sprechen, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Wir verurteilen jegliche Form von Gewalt gegen religiöse Stätten und Vertreter religiöser Einrichtungen.“ Dieser Vorfall müsse so schnell wie möglich aufgeklärt werden und es müsse sichergestellt sein, dass religiöse Einrichtungen in Israel zureichend geschützt werden, so dass sich ein solcher Vorfall in Zukunft nicht wiederholen kann, hieß es weiter in einer Mitteilung der Botschaft.

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