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Boykott gegen Israel – Moslemische Staaten beraten in Damaskus

DAMASKUS (inn) – In der syrischen Hauptstadt Damaskus ist am Montag eine viertägige Tagung des arabischen „Zentralen Boykottbüros“ eröffnet worden. Vertreter aus 15 moslemischen Staaten beraten dort über den weiteren wirtschaftlichen Boykott gegen Israel.

Auf dem Treffen soll es um den arabisch-israelischen Konflikt gehen. Zudem soll darüber beraten werden, welche Firmen auf die so genannte „schwarze Liste“ gesetzt werden sollen, weil sie mit Israel in Geschäftsbeziehungen stehen.

Ahmed Chasa´a, Generalkommissar des „Zentralen Boykottbüros“, sagte in seiner Eröffnungsrede mit Blick auf den Irak-Krieg und die Eskalation im Nahost-Konflikt, das Treffen finde in einer „sehr komplizierten und heiklen Lage“ statt.

Chasa´a rief die arabischen Staaten zum weiteren Boykott auf. Dieser sei sehr wichtig, da Israel dadurch wirtschaftlich isoliert werden könne. Er zitierte Studien, nach denen Israel durch den Boykott ein Schaden von schätzungsweise jährlich rund 2,5 Milliarden Euro entstehe.

Wie Mohammed al-Adschami, Leiter des syrischen Regionalbüros, sagte, sei das Treffen des „Boykottbüros“ eine „direkte und praktische Antwort auf Israels Politik der kriminellen Eskalation“. Der Boykott werde fortgesetzt, bis sich Israel von allem arabischen Land zurückgezogen habe.

Jordanien, Ägypten und Mauretanien nehmen nicht an dem Kongress in Damaskus teil. Alle drei Staaten pflegen diplomatische Beziehungen zu Israel.

Das „Zentrale Boykottbüro“ wurde bereits 1951 gegründet. Es wird von der Arabischen Liga finanziert. Die Boykottliste umfasste zeitweise mehr als 8.500 Firmen und Privatpersonen, darunter Coca-Cola, Ford Motor Company und Produkte von Estée Lauder.

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