Botschafter Stein im Interview: „Recht auf Leben hat Vorrang“

BERLIN / WETZLAR (inn) – Der israelische Botschafter in Deutschland, Schimon Stein, hat den Rechtsspruch des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag kritisiert. „Für die israelische Bevölkerung wie auch für die deutsche Bevölkerung und jedes andere Land dieser Erde muss das Recht auf Leben Vorrang gegenüber der Qualität des Lebens haben“, sagte Stein im Interview mit Israelnetz.

Zudem plädierte Botschafter Stein für eine Beachtung des Kontextes und der Gründe, die Israel zum Bau des Zaunes bewogen haben. „Ich verstehe, dass einige Palästinenser in ihrem Lebensraum beeinträchtigt werden und nicht nach ihren eigenen Wünschen leben können. Doch genauso ergeht es uns Israelis. Der Zaun ist ein Ergebnis des palästinensischen Terrors. Der Sicherheitszaun ist die Konsequenz aus dem Scheitern der Verhandlungen von Camp David im Jahr 2000. Der Bau des Sicherheitszauns ist das Ergebnis der gescheiterten Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern. Uns bleibt keine andere Wahl, als Israel von den Palästinensern zu trennen. Der Terror muss so weit wie möglich eingedämmt werden. Statistiken beweisen, dass Terroranschläge oder versuchte Attentate in Gebieten, in denen bereits ein Teil des Sicherheitszaunes errichtet wurde, massiv zurückgegangen sind. Wichtig ist, dass die Entstehung des Anti-Terror-Zaunes im Zusammenhang mit der Bedrohung durch den Terror und gescheiterten Verhandlungen gesehen wird. Eine Folge sollte immer aufgrund ihrer Ursache beurteilt werden“, sagte Botschafter Stein.

Den einseitigen Rückzug Israels aus dem Gazastreifen bezeichnete Schimon Stein als „eine Entscheidung, die den nationalen Interessen des Staates Israel“ entspreche. „Die Entscheidung wurde getroffen, weil Israel derzeit keinen Partner auf palästinensischer Seite hat, um gemeinsam über die Implementierung der Roadmap zu sprechen“, so der israelische Botschafter in Deutschland.

Das ganze Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des „IsraelReport“. Kostenlose Bestellung unter E-Mail info@israelnetz.de, Telefon (06441) 915 151 oder Fax (06441) 915 157.

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