Biblische Festung wird renoviert

In Jerusalem werden Funde aus biblischer Zeit restauriert. Bemerkenswert daran ist, dass die Bewohner der Stadt mithelfen können.
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Der Fund datiert aus der Zeit des Ersten Tempels

Foto: Israelische Altertumsbehörde

Der Fund datiert aus der Zeit des Ersten Tempels

JERUSALEM (inn) – Im Viertel „French Hill” im Norden Jerusalems wird nach vielen Jahren der Vernachlässigung eine 2.700 Jahre alte Festung aus der Zeit der biblischen Könige von Juda restauriert. Das teilte die Israelische Altertumsbehörde (IAA) mit. Die etwa 18,5 mal 13 Meter große Zitadelle verfügt über einen offenen Innenhof und Räume auf beiden Seiten. Sie wurde Ende der 1960er Jahre auf der Spitze des Hügels in einer Höhe von 832 Metern entdeckt. Experten gehen davon aus, dass sie zu einer Reihe von Zitadellen gehörte, die zur Bewachung und zum Schutz Jerusalems während der Zeit des Ersten Tempels gebaut wurden.

Solche Bauten werden bereits im zweiten Buch der Chroniken beschrieben (11,5): „Rehabeam wohnte in Jerusalem und baute befestigte Städte in Juda.” Die Stelle bezieht sich auf den Sohn von König Salomo, der im 10. Jahrhundert vor unserer Zeit lebte. Weiter heißt es: „Er stärkte die befestigten Städte und setzte Befehlshaber in sie ein, dazu Vorräte an Lebensmitteln, Öl und Wein, Schilde und Speere in jeder Stadt. Er stärkte sie über alle Maßen; so gehörten Juda und Benjamin ihm.”

Laien unterstützen Profis

Die Festung wurde mit großen Steinen gebaut und verfügte über eine beeindruckende Technik. Die Restaurierungsarbeiten führt ein Team von Konservatoren der IAA unter Beteiligung der Bewohner des Viertels durch. Möglich macht dies ein Projekt des Ministeriums für Jerusalem und zur Erhaltung von Kulturerbestätten.

Der IAA-Direktor Eli Escosido erklärte: „Die Israelische Altertumsbehörde und das ‚Grenzsteine’-Projekt des Ministeriums für Jerusalem und Kulturerbe sehen es als sehr wichtig an, dass sich die Bevölkerung an der Restaurierung von Kulturstätten in ihrer Nähe beteiligt. Auf diese Weise werden zwei Ziele erreicht: Die Öffentlichkeit rettet unser kulturelles Erbe, und gleichzeitig entwickelt sie eine Verbindung zu diesem Erbe.“

Mehrere Viertel in Jerusalem sind rund um Hügel errichtet worden, auf denen alte Festungen oder auch byzantinische Klöster mit Mosaiken stehen. Von ihnen sind einige ausgegraben und erforscht worden.

Von: Ulrich W. Sahm

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