Beschränkungen im Flugverkehr sollen gelockert werden

Wochenlang ruht der Flugbetrieb von und nach Israel nahezu komplett. Ab dem 16. August soll sich das ändern.
Maschinen der Fluggesellschaft El Al könnten bald wieder regelmäßig fliegen
Maschinen der Fluggesellschaft El Al könnten bald wieder regelmäßig fliegen

JERUSALEM (inn) – Nach einer mehr als vierstündigen Sitzung am Mittwochabend hat das israelische Corona-Kabinett mehrere Lockerungen der Beschränkungen beschlossen. Ab dem 16. August sollen die strengen Richtlinien im Flugbetrieb teilweise aufgehoben werden. Israelis, die aus Ländern mit einer geringen Infektionsrate einreisen, müssen sich demnach nicht mehr in 14-tägige Quarantäne begeben.

Das Corona-Kabinett beauftragte Verkehrsministerin Miri Regev, Gesundheitsminister Juli Edelstein und Außenminister Gabi Aschkenasi mit der Ausarbeitung eines ausführlichen Konzeptes. Das schreibt das Wirtschaftsmagazin „Globes“. Unklar ist derweil, welche Länder die Anforderung einer niedrigen Infektionsrate erfüllen und ob Passinhaber dieser Länder ebenfalls ohne Selbstisolation nach Israel einreisen dürfen.

Tourismusminister Assaf Samir bezeichnete den Beschluss als „wichtige Nachrichten für den Luftfahrtsektor. Die Öffnung des Luftraums ist ein notwendiger Schritt zur Erholung der israelischen Wirtschaft und der Tourismusindustrie. Ich begrüße diese Entscheidung, die vielen Hoffnung für die Zukunft gibt.“

Darüber hinaus beschloss das Kabinett, Beschränkungen für das Wochenende zu lockern. Am Samstag dürfen demnach Geschäfte öffnen. Außerdem können Spielplätze ohne Einschränkungen genutzt werden.

Chassidische Hochzeitsfeier ohne Abstand

Tausende Menschen der Belzer Gemeinschaft haben parallel zur Kabinettssitzung am Mittwochabend in Jerusalem eine Hochzeit gefeiert. Unklar ist, ob die Feier in geschlossenen Räumen oder im Freien stattfand. Für beide Varianten gibt es jedoch strenge Richtlinien von maximal zehn, beziehungsweise 20 erlaubten Personen. Wie der Fernsehsender „Kanal 12“ berichtet, seien weder Abstände eingehalten, noch Mund-Nasen-Schutz getragen worden. Der Leiter der ultra-orthodoxen Gruppe, Rabbiner Jissachar Dov Rokeach, missachtete bereits in den vergangenen Wochen die staatlichen Corona-Einschränkungen und hielt große Gebetsversammlungen ab.

In Israel haben sich binnen 24 Stunden bis Donnerstagmorgen 1.689 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Insgesamt befinden sich 345 Menschen in einem „ernsten“ Zustand. Bislang sind 569 Israelis in Verbindung mit COVID-19 gestorben.

Von: mas

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