Bericht: „Arafat-Berater möglicherweise vergiftet“

RAMALLAH (inn) - Ein früherer Berater von Jasser Arafat leidet offenbar an ähnlichen Symptomen wie der Palästinenserführer kurz vor seinem Tode. Durch den Bericht einer palästinensischen Webseite bekamen Gerüchte über eine mögliche Vergiftung Arafats neue Nahrung.

Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, wurde der ehemalige Berater, Nabil Abu Rudeineh, in einem Londoner Krankenhaus behandelt. Die Ärzte entfernten eine Niere und pflanzten ihm dafür ein Organ ein, das seine Schwester gespendet hatte. Anschließend teilte die Familie gegenüber der Webseite „Palestine News Network“ mit, es gehe dem Patienten besser und er könne bald in die Palästinensergebiete zurückkehren.

Rudeineh fühlt sich seit längerer Zeit nicht wohl. Die Ärzte haben seine Familie darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine Funktionsstörung seiner Leber möglicherweise durch eine Vergiftung verursacht worden sei.

Das Gerücht, das Israel Arafat vergiftet habe, ist unter Palästinensern sehr verbreitet. Der Tod des Palästinenserführers war am 11. November 2004 bekannt gegeben worden. Er starb in einem Pariser Militärkrankenhaus. Später sagte sein Leibarzt, die französischen Ärzte hätten eine Infektion mit HIV festgestellt. Der Erreger sei Arafats Blut allerdings zugefügt worden, um die Vergiftung zu verschleiern.

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