Bennett: Intelligenz der Israelis als Energiequelle

Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow tun sich der israelische und der palästinensische Premierminister durch Eigenlob hervor. Letzterer benennt auch einen Schuldigen für dennoch vorhandene Umweltprobleme.
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Sieht Israel vor einer Klima-Revolution: Premier Bennett

Foto: GPO/Haim Zach

Sieht Israel vor einer Klima-Revolution: Premier Bennett

GLASGOW (inn) – Der israelische Premierminister Naftali Bennett hat den Beitrag seines Landes zum Klimaschutz betont. Der Jamina-Chef sprach am Montag während der Auftaktveranstaltung zur Weltklimakonferenz COP26 im schottischen Glasgow. „Israel befindet sich am Anfang einer Revolution zum Klimawandel“, sagte er laut einer Mitteilung seines Büros. Nie vorher habe das Land so viel getan, um saubere Energie zu fördern und Treibhausgase zu reduzieren. Zum ersten Mal habe es sich verpflichtet, die Treibhausemissionen bis 2050 auf Null zu senken.

Bennett appellierte an die Teilnehmer des Gipfels: „Wir wissen, dass die Geschichte die Antwort unserer Generation auf die Bedrohung nicht danach beurteilen wird, wie ehrgeizig wir sind, sondern nach den Aktionen, die wir unternehmen.“

Als wertvollste Energiequelle seines Landes bezeichnete der israelische Regierungschef „die Energie und die Intelligenz unserer Leute“. Diese müsse gefördert werden. „Israel mag zu 60 Prozent aus Wüste bestehen. Aber wir haben es geschafft, sie zum Blühen zu bringen. Wir mögen an einem der trockensten Orte auf der Welt sein. Aber wir haben es geschafft, die Nummer Eins der Welt bei der Wasserinnovation zu werden.“

Start-ups zur Lösung der Klimaprobleme gründen

Unternehmer und Erfinder in Israel und der Welt rief Bennett auf, sich an der Rettung des Planeten zu beteiligen: „Anstatt eine weitere überdrehte Internet-App zu schaffen: Warum gründet ihr nicht Start-ups, die helfen, diese weltweite Bedrohung zu lösen?“ Dabei verwies er darauf, dass der jüdische Staat das Land mit den meisten Start-ups pro Kopf in der Welt sei.

Am Rande des Gipfels in Glasgow traf Bennett mit mehreren Politikern zusammen. Dazu gehören der australische Premierminister Scott Morrison (Liberale Partei) und der französische Staatspräsident Emanuel Macron (La République en Marche). Zudem führte er Gespräche mit dem honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernandez (Partido Nacional) und dem indischen Regierungschef Narendra Modi (Bharatiya Janata Party).

Schtaje macht Israel für palästinensische Umweltprobleme verantwortlich

In der Auftaktveranstaltung meldete sich auch der Premierminister der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mohammed Schtaje, zu Wort. Der Fatah-Politiker verunglimpfte israelische Siedlungen und deren Abfall als die größten Umweltgefahren für „Palästina“. „Israels koloniale Maßnahmen, die sich gegen Land, Bäume und Wasservorräte richten, erfordern eine unverzügliche Einstellung dieser Angriffe“, zitiert ihn die palästinensische Nachrichtenseite WAFA.

„Rund 2,5 Millionen Bäume wurden seit 1967 entwurzelt“, ergänzte Schtaje demnach. „Außerdem stiehlt Israel jährlich 600 Millionen Kubikmeter aus Palästinas Wasserreservoirs. Es hat die Ressourcen des Toten Meeres ausgebeutet, das auszutrocknen droht, und es schränkt Palästinas Zugang zu seinen Stränden ein.“

Der Premierminister sagte weiter, „Palästina“ gehöre zu den führenden Ländern, wenn es um die Vorbereitung eines nationalen Planes für die Anpassung an den Klimawandel gehe: „Vor zehn Jahren haben wir das Programm ‚Palästina begrünen‘ verabschiedet. Wir haben Tausende Bäume gepflanzt und Programme eingesetzt, um Energie aus Festmüll und Solarenergie zu gewinnen.“

Schtaje lobte die Zusammenarbeit mit nicht näher genannten internationalen Partnern bei den „großen Anstrengungen, um Abwasser und erneuerbare Energie zu nutzen“. Er betonte: „Damit das Erfolg hat, müssen die Palästinenser ihr Land und Wasser mit ihren nationalen und natürlichen Rohstoffen kontrollieren.“

Von: eh

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