Die neue Gedenkhalle soll an jeden gefallenen Soldaten oder Sicherheitsagenten erinnern. Dazu werden der jeweilige Name sowie das Todesdatum auf einem Ziegel eingraviert, berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. Für den Zeitraum von 1860 bis 2013 zählt Israel 23.085 Kriegs- oder Terroropfer.
Verteidigungsminister Ja‘alon sieht die Gedenkstätte auch als Ort für zukünftige Staatszeremonien. Das Gebäude wird die Form einer Fackel haben. In 18 Meter Höhe soll das ganze Jahr über ein Feuer brennen. Der Bau soll in zwei Monaten beginnen und Anfang 2016 fertiggestellt sein. Er kostet umgerechnet 8,3 Millionen Euro.
Umfassendes Gedenken
Der Sinn der Gedenkstätte sei es, wirklich alle Kriegs- oder Terroropfer zu würdigen, erklärt der Vorsitzende der Abteilung für Familien und Gedenken im Verteidigungsministerium. „Mehr als 3.000 Kriegsopfer werden nicht an einer Gedenkstätte gewürdigt, weil sie nicht im Krieg gefallen sind. Diese Halle soll diese Ungerechtigkeit beheben.“
Bei dem Projekt habe er auch an die Eltern der gefallenen Soldaten gedacht. „Die beraubten Familien werden alt, besonders die Eltern, die ihre Kinder 1973 im Jom- Kippur-Krieg verloren haben. Mit den Jahren stellte sich ihnen die Frage, wer ihrer Kinder gedenkt, wenn sie einst verstorben sein werden.“
Nach den derzeitigen Plänen soll ein Gedenkgottesdienst für die Soldaten immer an deren jeweiligen Todestagen stattfinden. Dazu wird der in dem Ziegel eingravierte Name beleuchtet und ein Bild der Person an die gegenüberliegende Wand projiziert. Währenddessen wird die Lebensgeschichte des Gefallenen vorgelesen.