Bahrain und Israel unterzeichnen Tourismus-Memorandum

Während des Besuchs einer bahrainischen Wirtschaftsdelegation in Israel unterzeichnen die beiden Länder eine Absichtserklärung für mehr Zusammenarbeit im Bereich des Tourismus. Außerdem soll es bald Direktflüge zwischen Bahrain und Israel geben.
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Al-Sajani (links) und HaCohen unterzeichnen das Memorandum

Foto: Yossi Zamir

Al-Sajani (links) und HaCohen unterzeichnen das Memorandum

JERUSALEM (inn) – Eine aus 40 Geschäftsleuten bestehende Wirtschaftsdelegation aus Bahrain besucht seit Dienstag Israel. Angeführt wird sie vom bahrainischen Minister für Handel und Tourismus, Sajed al-Sajani. Höhepunkt des dreitägigen Besuchs war am Dienstag die feierliche Unterzeichnung eines Tourismus-Memorandums. Die beiden Länder erklären darin, künftig im Bereich des Tourismus eng zusammenarbeiten zu wollen.

Bei der Zeremonie in Jerusalem sagte Al-Sajani, er werde „mit viel Hoffnung und Ehrgeiz“ nach Bahrain zurückkehren. Die israelische Tourismusministerin Orit Farkasch-HaCohen (Blau-Weiß) bezeichnete das Treffen als „bilaterales Fachtreffen, um neue Möglichkeiten zu erarbeiten und Tourismusinitiativen zwischen den beiden Ländern zu fördern.“

Die Absichtserklärung ist die erste ihrer Art zwischen Israel und einem Golfstaat. Sie thematisiert eine Zusammenarbeit zwischen den Regierungen und dem Privatsektor.

Direktflüge und Sonderwirtschaftsteam

Auch wenn Regierungen Verträge unterzeichnen würden, so könnten doch nur Menschen Frieden möglich machen, erklärte HaCohen. Die Ministerien würden dafür die Rahmenbedingungen schaffen. „Wir ermutigen die Menschen sich zu treffen und miteinander zu sprechen. Wir verbinden zwei Kulturen. Auf diese Weise fördern wir einen echten und dauerhaften Frieden.“ Al-Sajani ergänzte, dass Israel in Bahrain einen „echten Partner, einen echten Investor und einen offenen Freund“ finden würde.

Netanjahu empfängt Al-Sajani in Jerusalem Foto: Benjamin Netanyahu, Twitter
Netanjahu empfängt Al-Sajani in Jerusalem

Am Mittwoch traf sich Al-Sajani erst mit Außenminister Gabi Aschkenasi (Blau-Weiß) und später mit Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud). Bei den Gesprächen kündigte Al-Sajani Direktflüge zwischen Bahrain und Israel an. Aschkenasi bezeichnete den Besuch des bahrainischen Ministers als „Feier des Friedens im Nahen Osten“. Die Delegation symbolisiere die Normalisierung der Beziehung. Der Außenminister kündigte außerdem die Schaffung eines Sonderwirtschaftsteams an. Dieses soll das „Geschäftspotential“ des Friedensabkommens maximieren. Netanjahu sagte beim Treffen: „Das ist ein echter Frieden, der wirtschaftliche Vorteile ermöglicht, die noch vor wenigen Monaten unvorstellbar waren.“

Keine Kennzeichnung von Siedlungsprodukten

Al-Sajani kündigte am Donnerstag an, dass Bahrain Siedlungsprodukte nicht als solche kennzeichnen würde. Es sei egal, „in welcher Stadt oder in welcher Region“ israelische Waren produziert wurden. „Wir gehen mit Israel und israelischen Unternehmen so um, wie wir mit einem italienischen, indischen, chinesischen, deutschen oder saudischen Unternehmen umgehen würden. Es gibt keine Einschränkungen oder Sonderregeln. Wir haben mit Israel ein neues Kapitel aufgeschlagen“, sagte er.

Vor der Abreise der Delegation am Donnerstag wird Al-Sajani noch die Diamantenbörse in Ramat Gan besuchen.

Von: mas

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