Angehörige palästinensischer Terroristen sollten nicht direkt vom Iran unterstützt werden. Das hat ein Sprecher der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Nabil Abu Rudeine, am Sonntag laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ erklärt. Die Umgehung der palästinensischen Behörden bei der Zahlung von Unterstützungsgeldern wäre eine illegale Einmischung in die internen Angelegenheiten der Palästinenser.
Rudeine betonte, der Iran sollte die Gelder vielmehr über offizielle Kanäle an die „Stiftung für Märtyrer und Gefangene“ der PA transferieren. Palästinensische Ökonomen halten es jedoch für fraglich, dass der Iran die Gelder über Banken auszahlen wird. Dies könne als offizielle Finanzierung von Terror gewertet werden.
Der iranische Botschafter im Libanon, Mohammad Fatehali, hatte am vergangenen Mittwoch erklärt, seine Regierung biete jeder palästinensischen Familie, deren Haus von Israel zur Abschreckung zerstört werde, 30.000 Dollar an. Zudem sollen die Hinterbliebenen von Palästinensern, die bei der „Jerusalem Intifada“ getötet wurden, 7.000 Dollar erhalten. Diese Unterstützung käme zu den Zahlungen hinzu, die eine iranische Stiftung bereits seit 1987 an Familien getöteter Palästinenser zahlt, so Fatehali. (dn)