Die Ausgrabungen wurden im Vorfeld von Bauarbeiten an einem Industriepark in der Gegend durchgeführt. Dabei stießen die Forscher auf die Überreste eines Gebäudes aus römischer und byzantinischer Zeit. In dessen Hof entdeckten sie eine Grube, die ausgehoben und wieder zugeschüttet worden war. Darin befand sich in Stoffe eingewickelt der Schatz.
Ausgrabungsleiter Emil Alja sagte dazu: "Der prachtvolle Schatz beinhaltet Goldschmuck, darunter einen Ohrring in Form einer Blume, hergestellt von einem Juwelier, einen Ring mit einem Edelstein, auf dem sich das Bild einer geflügelten Göttin befindet, zwei Silberstäbchen, die möglicherweise für das Auftragen von Make-up benutzt wurden sowie etwa 140 Gold- und Silbermünzen." Die Münzen stammen aus der Zeit der römischen Kaiser Nero, Nerva und Trajan, die zwischen den Jahren 54 und 117 regierten, und zeigen deren Portraits.
In einer Mitteilung der Altertumsbehörde heißt es, eine wohlhabende Frau habe den Schatz möglicherweise während drohender Gefahr in Zeiten des Bar-Kochba-Aufstandes versteckt. In den Jahren 132 bis 135 führte Simon Bar Kochba den jüdischen Aufstand gegen das Römische Reich. Mit der Zerschlagung dieses Aufstandes endete die selbständige jüdische Präsenz in der Provinz Judäa. Das Gebiet wurde von Kaiser Hadrian in "Palästina" umbenannt, während Jerusalem fortan "Aelia Capitolina" hieß und für Juden gesperrt blieb.