Auf Bitte von Kindern: neuer Name für Warnsystem

SDEROT (inn) – Der Name des Raketenwarnsystems “Schahar Adom” (Rotes Morgengrauen) wird geändert. Der Grund: Viele Kinder mit dem Vornamen Schahar wurden deswegen von ihren Mitschülern gehänselt.

Die neunjährige Schahar Asrieli aus der Wüstenstadt Sderot schrieb an die israelische Armee und bat, eine neue Bezeichnung für das Warnsystem zu finden. Ihr schlossen sich weitere Bewohner der raketengeplagten Region an der Grenze zum Gazastreifen an.

“Es hat mich sehr gestört, dass man das System so nannte”, sagte Schahar Asrieli gegenüber der Tageszeitung “Jediot Aharonot”. “Jedes Mal, wenn ich in die Schule kam, riefen die Kinder mir ‘Schahar Adom’ zu. Wenn ich mit einem roten T-Shirt oder einer roten Hose kam, hörten sie nicht auf, mich ‘Rote Schahar’ zu nennen. Ich bin froh, dass sie beschlossen haben, den Namen des Systems zu ändern, weil mich das jetzt nicht mehr stört und mir die Kinder keine blöden Namen mehr geben werden. Aber auch wenn das System einen neuen Namen hat, ist es noch beängstigend, dass es arbeitet und dass Kassams fallen.”

Am Sonntagabend entschied sich das Heimatfrontkommando der Armee für den neuen Namen “Zeva Adom”, also “Rote Farbe”. Zur Auswahl standen zudem die Begriffe “Scha´ar Adom” (Rotes Tor), “Barad Adom” (Roter Hagel), “Geschem Adom” (Roter Regen) und “Mazav Adom” (Rote Situation). Das Kommando wollte den Bestandteil “Adom” bewusst beibehalten, weil er der Bevölkerung vertraut sei.

“Ich habe nichts gegen die Namensänderung”, reagierte der Bürgermeister von Sderot, Eli Mojal, auf die Anfrage des Heimatfrontkommandos. “Ich gehe davon aus, dass das System in zwei Wochen unter dem neuen Namen tätig sein wird. Ich habe der Armee gesagt, dass ich kein Problem damit habe, den Namen des Systems zu ändern, aber dass es uns lieber wäre, wenn der Kassam-Raketen-Beschuss ganz aufhörte.”

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