Attentate in Jerusalem und Kfar Saba – 18hriges Mädchen getötet, 22 Verletzte

JERUSALEM (inn) – Bei einem Selbstmordanschlag eines Palästinensers in dem Jerusalemer Stadtteil French Hill im Osten der Stadt sind am Sonntagnachmittag (14:30 Uhr Ortszeit) mindestens neun Menschen verletzt worden.

Augenzeugenberichten zufolge zündete der Palästinenser in unmittelbarer Nähe zu dem Bus der Linie 22 eine Bombe. Der Linienbus war in Richtung Neve Yaakov unterwegs. Die Verwundeten wurden in das Shaare Zedek Krankenhaus in Jerusalem gebracht.

Wenige Stunden vor dem Selbstmordattentat hatte ein Palästinenser in der Ortschaft Kfar Saba wahllos auf Passanten an einer Straßenkreuzung geschossen und ein 18järhiges israelisches Mädchen getötet. Bei dem Anschlag wurden zudem mindestens 13 Israelis zum Teil schwer verletzt.

Der Anschlag ereignete sich im Zentrum von Kfar Saba, nahe der Polizeistation und dem Magistratsgebäude. Augenzeugen berichteten, der palästinensische Attentäter feuerte mit einem Maschinengewehr zwei Munitionsmagazine auf die Passanten, bevor der Terrorist von israelischen Polizisten erschossen wurde.

Israels Premierminister Ariel Sharon verurteilte die Anschläge. Nach der Sitzung des Kabinetts am Sonntag sagte ein Sprecher Sharons, die neue palästinensische Gewalt könne die Vermittlungsversuche des amerikanischen Nahost-Gesandten Anthony Zinni völlig zunichte machen.

„Israel hat sich zu einem Waffenstillstand bereit erklärt und hat seine Truppen aus den Autonomiestädten zurückgezogen. Die Attentate scheinen die Antwort der Palästinenser auf das israelische Entgegenkommen zu sein,“ sagte der Sprecher Sharons weiter.

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