Attentat auf Armeestützpunkt: Die vier jungen Soldaten waren Beduinen

JERUSALEM (inn) – Die vier am Mittwoch bei dem Attentat auf den Armeestützpunkt „Africa“ an der Grenze zum Gazastreifen getöteten israelischen Soldaten waren Beduinen.

Die Armeeangehörigen im Alter von 23 bis 28 Jahren wurden am Mittwochnachmittag bei einem Angriff auf ihren Stützpunkt nahe dem Kibbutz Kerem Shalom an der Grenze zum Gazastreifen von zwei Terroristen der radikal-islamischen Hamas-Gruppe erschossen.

Bei den Opfern handelt es sich um den 28jährigen Ashraf Hawayash aus Beit Zarzir, den 23jährigen Ibrahim Hamadieh aus der Ortschaft Rehaniya, Ali Abu Ranem aus Haifa sowie Mufid Suayed (25) aus Abu Snan. Suayed, ein entfernter Verwandter des von der Hisbollah-Miliz getöteten Omar, hinterläßt seine Frau und zwei Kinder im Alter von zwei Jahren.

Armeeangaben zufolge war es den Hamas-Attentätern gelungen, bis auf 15 Meter an den Stützpunkt vorzurücken. Aus dieser Entfernung eröffneten die beiden schwer bewaffneten Männer das Feuer auf die Soldaten und warfen Granaten auf die Armeefahrzeuge. Dann seien die Attentäter in den Stützpunkt eingedrungen. In einem schweren Schußwechsel erschossen die Hamas-Mitglieder die vier Soldaten, zwei Soldaten erlitten schwere Verletzungen. Die beiden Terroristen wurden kurze Zeit nach dem Angriff getötet.

Beduinen dienen traditionell in Israels Verteidigungsstreitkräften, unterliegen jedoch nicht der Wehrpflicht. Vor allem der langjährige Verteidigungsminister Moshe Arens (Likud) hatte sich für die Beduinen stark gemacht. Unter anderem besteht die sogenannte „Bedouin Desert Patrol“.

Experten erwarten jedoch einen starken Rückgang der Freiwilligen aus diesem Bereich. Der Grund dafür ist die überdurchschnittlich hohe Zahl von Opfern unter den Beduinensoldaten seit dem Ausbruch der sogenannten „Intifada“ im September 2000. Auch einer der drei im Oktober 2000 am Bärenberg (Har Dov) in den Libanon entführten und von der Hisbollah-Miliz getöteten Soldaten war ein Beduine: Omar Suayed.

Berichten zufolge, haben islamische Organisationen ihre Bemühungen verstärkt, die Beduinen vom Dienst in der israelischen Armee abzubringen. Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der Freiwilligen um rund 50 Prozent gesunken.

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