Arzt als Hamas-Mitglied enttarnt

Ein Foto belegt, dass der inzwischen verhaftete Arzt Hussam Abu Safia Mitglied der Hamas ist. Israel weist die internationale Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ aus Gaza aus. Sie weigert sich, Beschäftigte zu registrieren.
Von Israelnetz

JERUSALEM (inn) – Die israelische Organisation NGO-Monitor hat einen Arzt aus Gaza als Hamas-Mitglied enttarnt. Am Samstag veröffentlichte sie ein Bild, das den ehemaligen Direktor der Kamal-Adwan-Klinik, Hussam Abu Safia, in der Uniform der Terror-Organisation zeigt. Er soll dort den Rang eines Oberst im Militärischen Sanitätsdienst bekleidet haben. Das Bild ist laut NGO-Monitor vor zehn Jahren entstanden.

Nach Angaben der israelischen Zeitung „Jerusalem Post“ war im Umfeld der arabischen Medien seine Verbindung zur Hamas bekannt. Dennoch wurde er eingeladen, Beiträge für die amerikanische Zeitung „New York Times“ zu schreiben. Nach dem 7. Oktober 2023 veröffentlichte der Arzt zwei Artikel, in denen er Israel unter anderem dafür beschuldigte, das Gesundheitssystem im Gazastreifen zu zerstören.

Abu Safia wurde bereits im Dezember 2024 bei einer Razzia in der Klinik durch die israelischen Streitkräfte verhaftet. Israel vermutete, dass die Hamas die Einrichtung als Kommandozentrale missbrauche. Abu Safia befindet sich nach wie vor in israelischer Haft. Seinen Anwälten zufolge ist er schweren körperlichen Misshandlungen ausgesetzt.

„Ärzte ohne Grenzen“ aus palästinensischen Gebieten ausgewiesen

Indes hat Israel am Montag bekanntgegeben, dass die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ den Gazastreifen bis zum 28. Februar 2026 verlassen muss, da sie es versäumt habe, eine Liste aller Mitarbeiter an israelische Behörden auszuhändigen. 

Im März 2025 hatte das Innenministerium die Anforderungen für Hilfsorganisationen, die in den palästinensischen Gebieten tätig sind, erhöht. Unter anderem müssen Organisationen nun eine vollständige Liste aller Mitarbeiter vorlegen – mit Namen, Pass- oder Identifikationsnummer (der internationalen beziehungsweise. palästinensischen Mitarbeiter) und Kontaktdaten. Am 30. Dezember 2025 entzog Israel 37 Hilfsorganisationen, die sich weigerten, die neuen Kriterien zu erfüllen, die Betätigungserlaubnis; 24 Gruppen dürfen weiter im Gazastreifen operieren.

Der israelische Minister für Diaspora-Angelegenheiten Amichai Chikli (Likud) bedauerte in einer Stellungnahme die fehlende Bereitschaft der Hilfsorganisation zur Transparenz. „Die Organisation änderte abrupt ihre Position, nachdem sie öffentlich versprochen hatte, sich an die Vorschriften zu halten.“ Weiterhin sagte er: „Humanitäre Hilfe: Ja. Blindheit in Sicherheitsfragen: Nein.“

„Ärzte ohne Grenzen“ fuhr in der Sache einen Schlingerkurs: Nach einer ersten Verweigerung erklärte die Organisation am 23. Januar ihre Bereitschaft, sich an die Vorschriften zu halten und die Liste bis zum 27. Januar einzureichen. Nachdem das Datum verstrichen war, verkündete die Gruppe am Samstag, sie werde keine Mitarbeiterliste bereitstellen, solange sie keine Sicherheitsgarantien für die Belegschaft und die Zusicherung für eine unabhängige Leitung ihrer Geschäfte erhalte.

Transparenz entscheidend für Israels Sicherheit

Israels Forderung nach mehr Transparenz kommt nicht von ungefähr: In der Vergangenheit deckte Israel Verbindungen von in Gaza tätigen Hilfsorganisationen mit den Terror-Gruppen Hamas und Islamischer Dschihad auf. So machte das Außenministerium erst im Januar zwei dokumentierte Fälle bei der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ öffentlich.

Nach Angaben der Nachrichtenseite JNS wurden im September 2025 Dokumente der Hamas gefunden, denen zufolge „Ärzte ohne Grenzen“ und das „Internationale Komitee vom Roten Kreuz“ über die Präsenz der Hamas in medizinischen und anderen zivilen Einrichtungen gewusst haben, obwohl sie dies öffentlich abstritten. Stattdessen habe „Ärzte ohne Grenzen“ Israel des Genozids beschuldigt.

Der frühere Generalsekretär der Organisation, Alain Destexhe, bestätigte den Eindruck der Voreingenommenheit bereits im Dezember 2023: „Obwohl [die Mitarbeiter] der Charta der Ärzte ohne Grenzen unterliegen, scheint ein erheblicher Teil die Sichtweise der Hamas zu teilen und die Terroranschläge vom 7. Oktober zu unterstützen“. (mw)

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9 Antworten

  1. Gerade zur Weihnachtszeit habe ich Bettel-Werbung von „Ärzte ohne Grenzen“ gesehen … Nun ja, mir wurde schlecht, wenn ich das so uncharmant sagen darf …

    Dieser ganze, große Skandal ist schon lange bekannt und trotzdem fließt noch Geld zu diversen Einrichtungen und Organisationen – von mir gibt’s keinen Cent.

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  2. Den Ärzten ohne Grenzen müssen Grenzen gesetzt werden. Sie wollen Israels Zusicherung, dass ihre terroristischen Mitarbeiter weiterhin aktiv sein können. Ihr Wort ist nicht vertrauenswürdig, das wissen wir. Was haben sie nun mit der Verweigerung der geforderten Liste erreicht? Israel muss alles in seiner Macht stehende tun, damit die Sicherheit seines Landes verteidigt wird, auch durch Ärzte MIT Grenzen.

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  3. Was versuchen die Ärzte ohne Grenzen da zu verschleiern? Waren etwa doch noch viele palästinensische Mitarbeiter mehr verkappte Hamas-Leute, und sie wussten und wissen davon und haben das zugelassen ?
    Und wenn nicht, warum dann diese verdächtige
    Herumzickerei ?
    Es ist doch schon lange kein Geheimnis mehr,
    daß alle diese NGOs und UNO-Organisationen
    hoffnungslos von Hamas und dem Djihad unterwandert und durchsetzt sind.
    Also wäre es besser man erfüllt die von Israel geforderten Bedingungen und gut ist.
    SHALOM

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  4. Eigentlich ist es ganz einfach. Wenn man nichts zu verbergen hat, kann man die geforderten Listen liefern.
    Ärzte ohne Grenzen sollte sich von Menschen befreien, die sich dem Terror verschrieben haben. Das wäre eigentlich bei einer solchen Organisation das normale. Wie weit ist man im Terror verwoben, wenn man dies verweigert?

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  5. Warum wundert man sich nicht einmal mehr über Ärzte, die Terror-Organisationen angehören, über NGO’S die mit selbigen kuscheln, über die Naivität der Berichterstattung, warum nur ?

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  6. Ein hohes Bildungsniveau macht Menschen nicht besser. Manche Menschen sind sehr intelligent, aber trotzdem abgrundtief böse.

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