Armee tötet 10 Terroristen auf israelischem Boden

TEL AVIV (inn) – Die israelische Armee hat am Montagmorgen einen Einmarsch von Terroristen aus dem Gazastreifen unterbunden. Der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen geht weiter, ebenso die Bodenoffensive der israelischen Armee.
Israels Premier Netanjahu spricht von einer langfristigen Offensive im Gazastreifen.

Nach Angaben der Armee infiltrierten die Terroristen Israel in zwei Gruppen aus dem nördlichen Gazastreifen. Sie kamen in das Gebiet zwischen den Kibbutzim Eres und Nir Am. Die Armee forderte die Bewohner auf, in den Häusern zu bleiben. Gegen 6.40 Uhr Ortszeit hätten die Kämpfe begonnen, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Die Luftwaffe tötete demnach die eine Gruppe, Bodentruppen die andere. Soldaten verfolgten die Terroristen, die es schafften, zurück in den Gazastreifen zu fliehen.

Soldaten beigesetzt

In der vergangenen Nacht setzte Israel die Bodenoffensive im Gazastreifen fort. Nach Angaben der Armee nahmen die Soldaten 53 Terrorziele unter Beschuss, darunter fünf Terror-Tunnel. Bei den Kämpfen am Sonntag kamen 13 Soldaten der Golani-Brigade ums Leben. Bereits am Samstag starben fünf Soldaten im Kampf – sie wurden am Sonntag beigesetzt. Insgesamt starben seit Beginn der Bodenoffensive bis zum Montagmittag 19 israelische Soldaten. Premierminister Benjamin Netanjahu sprach den Angehörigen sein Beileid aus. „Wir neigen unsere Köpfe vor den Söhnen, die gefallen sind, damit wir hier weiterhin leben können“, sagte Netanjahu am Sonntag laut Mitteilung seines Büros.
Der Premier betonte außerdem, dass sich Israel diese Offensive nicht ausgesucht habe. „Doch von dem Moment an, als sie uns aufgedrängt wurde, tragen wir sie aus, um unser Ziel zu erreichen: Den israelischen Bürgern langfristig Ruhe zu verschaffen.“ Der Premier betonte, dies sei nicht in Kürze zu erreichen, und fügte an: „Das ewige Volk fürchtet keinen langen Weg. Wir sind stolz auf unsere heldenhaften Soldaten. Mit der Hilfe des Allmächtigen, und mit deren Hilfe, werden wir erfolgreich sein.“

Ban: Abscheuliche Tat

Unterdessen telefonierte der US-amerikanische Präsident Barack Obama am Sonntag mit Netanjahu und bekundete ihm seine „tiefe Besorgnis“ angesichts der palästinensischen Zivilopfer. Allein bei der Offensive am Sonntag sind nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ mindestens 100 Palästinenser getötet worden. Insgesamt sind seit Beginn der Operation „Starker Fels“ am 8. Juli mehr als 500 Palästinenser umgekommen.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-Moon, der sich derzeit in Nahost zu Vermittlungsgesprächen aufhält, verurteilte insbesondere die Kampfhandlungen in Sadschaija als „abscheuliche Tat“. In dem Stadtteil von Gaza fuhr die israelische Armee am Wochenende eine Großoffensive gegen terroristische Infrastrukturen. (Israelnetz berichtete). Ban forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe, berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“.
Der Sicherheitsrat fand sich am Sonntag auf Antrag Jordaniens zu einer Dringlichkeitssitzung ein. Das Gremium forderte die „Achtung internationalen Menschenrechts, darunter den Schutz von Zivilisten“. US-Außenminister John Kerry wird am Montag in Kairo zu Vermittlungsgesprächen erwartet.

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