Armee: Kommandozentrum des Regimes in Teheran zerstört

Israel meldet weiter Erfolge im Kampf gegen das iranische Regime. Die USA kündigen noch härtere Schläge an.
Von Israelnetz
Angriff auf das iranische Regime: Ein amerikanischer F18-Kampfjet hebt in Richtung Iran ab

JERUSALEM (inn) – Die israelische Armee hat am Dienstag die Angriffe auf Ziele des iranischen Regimes fortgesetzt. In der Nacht zum Dienstag hat die Luftwaffe nach eigenen Angaben das „Kommandozentrum“ der iranischen Führung in Teheran angegriffen und zerstört. Dazu gehörten die Gebäude des Obersten Sicherheitsrats, des Präsidenten sowie des Expertenrates, der für die Wahl des Obersten Führers zuständig ist.

Wie die Armee am frühen Dienstagnachmittag mitteilte, handelt es sich bei diesen in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Gebäude um die „am stärksten gesicherten Anlagen im Iran“. Mehrere Mitglieder des Führungskreises seien getötet worden.

Wohngebäude in Israel getroffen

Der Iran feuerte indes weiter Raketen auf Wohngebiete in Israel. Die Armee wehrte mehrere Geschosse ab. Doch mindestens zwölf Menschen wurden in Zentralisrael bei den Angriffen am Nachmittag verletzt.

Bereits zuvor traf eine Rakete ein Wohnhaus im Norden des Landes. Nach Angaben der Feuerwehr wurden dabei vier Bewohner leicht verletzt. Auch in Petach Tikva wurde ein Wohngebäude getroffen. Die 87-jährige Bewohnerin überlebte, weil sie sich in einem Schutzraum aufhielt. Ersten Erkenntnissen zufolge blieb es dort bei Sachschäden.

Laut Militär befinden sich unter den iranischen Geschossen auch welche mit Streumunition. Diese seien in der Lage, sich über einem großen Gebiet zu verbreiten und die Chancen auf einen schädlichen Treffer zu erhöhen. Die Armee warnte bereits am Samstag vor dieser Waffe und erklärte am Dienstag: „Das iranische Regime begeht weiter Kriegsverbrechen.“

Bodentruppen im Südlibanon verstärkt

Indes gehen auch die Schläge gegen die Terrormiliz Hisbollah weiter. Diese hatte am Montag Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert. Die Armee schloss am Dienstag nach eigenen Angaben eine Angriffswelle gegen Einrichtungen der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut ab. Zu den angegriffenen Zielen gehörten demnach ein Medienzentrum, Kommandozentren, Waffenlager sowie ein Zentrum für Satellitenkommunikation.

Zudem verstärkte die Armee die Bodentruppen im Südlibanon. Die Armee war dort seit mehr als einem Jahr mit fünf Stützpunkten präsent, um den Waffenstillstand mit der Hisbollah abzusichern. Die Bodentruppen drangen über diese Stützpunkte hinaus tiefer in den Südlibanon vor.

Armeesprecher Nadav Schoschani betonte, dass es sich dabei nicht um ein Bodenmanöver handele. Es gehe lediglich darum, eine zusätzliche Sicherheitsschicht für den Norden Israels zu schaffen. Die Armee wolle nicht zulassen, dass wieder zehntausende Einwohner ihre Häuser räumen müssen.

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Netanjahu: Iran wäre bald immun gegen Angriffe gewesen

Indes haben die USA und Israel in verschiedenen Erklärungen versucht, die Notwendigkeit des am Samstagmorgen eröffneten Militärschlages gegen den Iran zu begründen. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud) sagte in einem am Dienstag veröffentlichten Gespräch mit dem amerikanischen Sender „Fox News“, der Iran wäre in wenigen Monaten immun gegen Angriffe auf sein Nuklear- und Raketenprogramm gewesen.

Nach den Schlägen gegen die Atomanlagen im Juni 2025 habe Teheran damit begonnen, neue unterirdische Anlagen zu bauen, führte Netanjahu aus. „Wenn wir nicht jetzt gehandelt hätten, hätten wir später nicht mehr handeln können“.

Wie Netanjahu bereits zuvor erklärte, stelle das iranische Regime nicht nur eine existenzielle Bedrohung für Israel dar, sondern auch eine Gefahr für die USA und für die gesamte Welt. „Wenn dieses terroristische Regime, wie wir es noch nie gesehen haben, Atomwaffen erlangt, und die Mittel, diese einzusetzen, werden sie die gesamte Menschheit bedrohen“, sagte er bei einem Besuch der Einschlagsstelle in Beit Schemesch. Bei dem Treffer einer iranischen Rakete waren neun Israelis getötet worden.

Rubio: Apokalyptisches Regime

Der amerikanische Außenminister Marco Rubio (Republikaner) formulierte es am Montag ähnlich: Der Iran habe zuletzt 100 Raketen pro Monat hergestellt. Im Gegensatz dazu könnten lediglich bis zu sieben Abfangraketen pro Monat hergestellt werden. In etwas mehr als einem Jahr wäre der Iran so stark gewesen, dass ein Angriff auf die Nuklearanlagen einen zu hohen Preis erfordert hätte.

Rubio wies zudem darauf hin, dass das Regime nicht in geopolitischen Dimensionen denke, sondern in apokalyptischen. Das mache das Regime so gefährlich. In der Vergangenheit hatte Rubio öfter betont, dass es dem Regime auf eine Konfrontation mit der nicht-muslimischen Welt ankomme, um das Weltende herbeizuführen.

Wir Rubio am Montag betonte, sei das Ziel der Operation „Epische Wut“ die Zerstörung des Raketenprogramms sowie der Marine, die die Schifffahrt in der Region gefährde. Wenn es darüber hinaus noch zu einem Fall des Regimes käme, würden die USA dies begrüßen. Der Außenminister ergänzte, die schwersten Schläge in dieser Operation seitens des amerikanischen Militärs seien noch zu erwarten. (df)

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2 Kommentare

  1. Den Fall des iranischen Regimes würden die USA begrüssen, sagt Rubio. Interessant. Vor allem die Mehrheit der Iraner würde diesen Fall begrüssen, denke ich. Und sollte das Regime den Krieg überleben, dann fängt das Spiel von vorne an und in ein paar Jahren sind wir wieder da, wo wir jetzt sind. Man kann nur beten, dass diese Einsicht ins Weisse Hauss vordringt. Nethanjahu ist da wesentlich konkreter. Man muss ihn nicht mögen, aber in diesem Fall hat er Recht.

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  2. Teheran habe damit begonnen, neue unterirdische Anlagen zu bauen. Ja, unterirdisch haben es die Islamiten alle gut drauf, haben wir in Gaza gesehen, das können sie am besten. Und Menschen ermorden. Und sie sind schnell, wenn sie innerhalb eines Monats 100 Raketen herstellen.

    @Antonia, man muss beide nicht mögen, Nethanjahu und Trump. Aber sie haben beide Recht. Und sie machen für uns alle die Drecksarbeit.

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