Armee-Chef Samir kritisiert „Erosion der Werte“ bei Soldaten

Von Israelnetz

Der israelische Armee-Chef Ejal Samir hat auf einer Militärkonferenz in Nordisrael „unethisches“ Verhalten aus den eigenen Reihen verurteilt. Unter anderem kritisierte er die Zerstörung des Christus-Korpus durch einen Soldaten und das nicht autorisierte Tragen von Abzeichen mit politischen und religiösen Botschaften auf Uniformen. Die Vorfälle seien zwar das Ergebnis eines komplexen Gemengenlages, aber dennoch nicht zu rechtfertigen, sagte er am Montag. Samir fuhr fort: „Die Erosion der Werte könnte nicht weniger gefährlich sein als operative Bedrohungen“. (mw)

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10 Kommentare

  1. Meine Rede, Zamirs Reaktion auf diese Ethikbrüche und Verstöße gegen die Rules of Engagement habe ich schon in anderen Kommentaren beschrieben. Quelle dazu ist die
    TIMES OF ISRAEL.
    SHALOM

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    1. @Klaus
      Das bestätigt das, was du gestern über die Zahal geschrieben hast. Die Soldaten untergraben damit das Wertesystem der israelischen Gesinnung.

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  2. Die Regeln sind enorm wichtig. Gerade in einem Krieg. Aber letztlich sind die israelischen Soldaten eben auch nur Menschen ❤️‍🩹.
    Menschen in einer sehr besonderen Position, welche erhebliche rationale und emotionale Stärke erfordert. Ich hoffe sehr, dass wenn sich die Lage beruhigt hat, der Krieg vorbei ist, die Frauen und Männer der israelischen Armee psychologisch gut betreut werden!

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    1. Soldaten sind auch nur Menschen, das stimmt. Der große Unterschied ist, dass diese Menschen eine Waffe führen. Wer eine Waffe in die Hand gedrückt bekommt, sollte in der Lage sein rational zu handeln und nicht emotional. Genau dafür werden Sie ausgebildet.
      Viele der oben genannten Fehlverhalten sind auch nicht auf heiße Kampfhandlungen zurückzuführen, was noch irgendwie erklärbarer aber nicht unbedingt vertretbarer wäre.

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      1. @Blub
        Auch die Tastatur ist eine Waffe. Wie @Liebe schon schrieb, (ich drücke es anders aus) müssen wir alle zunächst vor unserer eigenen Türe kehren. Und es gibt leider viele Posts hier, die von Hass nur so triefen. „Wer seinen Nächsten hasst, ist ein Mörder.“

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  3. @Blub

    Lieber Blub,
    deshalb schrieb ich Soldaten, Männer und Frauen in einer besonderen Situation.
    Eine Situation, welche sie nicht aufgelöst haben.
    Welchen Sinn/welches Ziel hat nach Ihrer Meinung der Angriff auf Israel am 07.10.2023 gehabt? Alles was jetzt passiert ist ja eine Folge davon.
    Wenn es darum ginge, sich als Soldat rein rational zu verhalten, dann würde es nur „0“ und „1“ geben. „0“ heißt „man macht gar nichts“, „1“ heißt, „man macht alles platt“ – … „Licht an, Licht aus“.
    Die meisten Menschen haben, auch in diesen Zeiten, eine „starke“ emotionale Seite, welche sie davor bewahrt, Situationen wie eine Maschine zu beurteilen.
    Viele der Situationen, welche zu menschlichem Fehlverhalten führen, sind eine Folge von – … nun kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen, in sich gehen und sich erinnern, „warum habe ich das letzte mal schwerwiegende „Fehler“ gemacht!?“.
    In der Regel wird ein solcher „Fehler“ durch STRESS hervorgerufen. Mobbing in der Schule, oder am Arbeitsplatz löst negativen Stress aus, der zu Fehlern führt. Was löst es in mir als Mensch aus, wenn ich eigentlich, also in Wirklichkeit, einfach nur mein Leben leben möchte, weil ER ❤️ will, das ich ❤️‍🩹 existiere, und mir dann von einem anderen Menschen ❤️‍🩹, das Recht dazu abgesprochen wird? Was löst dann erst die direkte Bedrohung des eigenen Lebens aus?
    Es mag zwar einige, ich nenne sie mal vorsichtig „besondere Soldaten“ geben, welche ihre emotionale Seite „sehr gut“ im Griff haben, was in der einen, oder anderen Situation auch „hilfreich“ ist, aber mehr nicht.
    Meine Erfahrung.

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    1. @ Liebe

      Vielen Dank für Ihre sehr guten Worte, die nichts beschönigen, aber dazu aufrufen, in sich zu gehen und sich selbst zu reflektieren und zu befragen, im Angesicht aller eigenen Begrenzungen. und begangener Fehlhandlungen.

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  4. Blub, es ist teilweise Frustration der Soldaten, die inzwischen durch die unablässige Kriegführung überlastet wirken, auch Zorn darüber, daß nicht die nötigen Konsequenzen aus der veränderten Art der Kampfführung gezogen werden. Die Praxis, die Truppen im Rotationsverfahren regelmäßig auszutauschen, wird auch nicht mehr konsequent durchgeführt, weil es zu wenig Soldaten für zu viele Aufgaben gibt. Sie sind physisch und vor allem auch psychisch erschöpft, haben Dinge gesehen, die mit dem normalen Leben nichtvereinbar sind. Dadurch kommt es vermehrt zu Überreaktionen und Übergriffen auch bei kleineren Störungen in den Ruhephasen, wenn mal keine Kämpfe stattfinden.
    Das hat man in Afghanistan, im Irak und auch vor allem in Vietnam immer wieder erlebt.
    Es ist der Kampfstress, der dazu führt, auch israelische Soldaten sind, wie Sie sagen, nur Menschen, in normalen Friedenszeiten würden sie derlei nie tun, aber Israel hat auch noch nie eine derart lange Kriegsphase erlebt.
    Meine jungen Verwandten dort sind seit Wochen im Einsatz und auch von ihnen bekomme ich Klagen zu hören, daß sie ziemlich fertig und KO, sind mehr psychisch als physisch.
    Ein Rezept dagegen habe auch ich leider nicht, obwohl ich selber Soldat gewesen bin,zwar keinen Krieg mitgemacht habe, aber doch bei einem Übungsunfall sehr hässliche Dinge gesehen habe, die jeder Beschreibung spotten.
    Ich kann von Glück sagen, daß ich das ohne Trauma oder PTBS überstanden habe.

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  5. Zusatz zu meinem Kommentar:
    Was den Gegner auf der anderen Seite betrifft, so möchte ich gar nicht erst wissen wie es bei denen aussieht, da sie wohl, wie ich vermute, nicht über eine so umfassende Truppenbetreuung verfügen wie die Armeen westlicher Prägung, und da auch dessen Zivilbevölkerung zu großen Teilen unfreiwillig involviert ist. Da, so könnte ich mir vorstellen, muss es noch schlimmer sein.

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