Ariel Sharon verriet beim ICEJ-Laubhüttenfest ein Geheimnis

JERUSALEM (inn) – Die Stadt Jerusalem ist Juden, Christen und Moslems heilig – “aber nur den Juden ist sie versprochen”. Dies habe ihm Papst Johannes Paul vertraulich beim Besuch im Heiligen Land gesagt, verriet jetzt Israels Premierminister Ariel Sharon.

Sharon sprach am Sonntagabend vor rund 2.500 Zuhörern auf Einladung der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) beim traditionellen Laubhüttenfest der Botschaft in Israels Hauptstadt.

Der Regierungschef sagte im International Convention Center von Jerusalem, Israel sei zu Kompromissen bereit, um Frieden zu erreichen. Seine Regierung werde jedoch niemals elementare Sicherheitsinteressen des Landes opfern, erklärte er unter dem Beifall der Gäste aus aller Welt. Die “Jerusalem Post” berichtete, Sharon sei mit minutenlangen Ovationen gefeiert worden – “wie kein Premierminister seit Menachem Begin”.

Zuvor hatte Sharon berichtet, daß er oft Briefe von christlichen Israelfreunden erhalte, die ihm eine zu moderate Haltung im Blick auf die Land- und Friedensfrage vorwerfen.

Hintergrund: ICEJ

Christliche Zionisten aus verschiedenen Ländern gründeten 1980 die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem. Die Vereinten Nationen hatten schon damals Israels Erklärung abgelehnt, daß Jerusalem ihre “ewige und unteilbare Hauptstadt” sei. 13 Nationen, die ihre politischen Botschaften bis dahin in Jerusalem hatten, verlegten ihre Vertretungen zur großen Enttäuschung Israels nach Tel Aviv.

Als Reaktion darauf wurde die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem gegründet. Sie ist eine weltweite Vertretung all derjenigen Menschen, die als bewußte Christen eine Liebe zum jüdischen Volk und zu Israel in ihrem Herzen tragen. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem hat vier “Internationale Christliche Zionistenkongresse” abgehalten: 1985 in Basel, sowie 1988, 1996 und 2001 in Jerusalem.

Internationaler ICEJ-Direktor ist der Südafrikaner Malcolm Hedding, den deutschen Zweig leitet Jürgen Bühler.

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen