ARD-Autorin Shapira: Heftige Reaktionen auf Film über Tod Mohammed al-Duras

FRANKFURT (inn) – Die ARD-Reportage über die Hintergründe des Todes von dem zwölfjährigen Palästinenserjungen Mohammed al-Dura hat weltweit zu zum Teil „haßerfüllten Reaktionen“ geführt.

Das sagte die Autorin der Dokumentation, Esther Shapira, am Mittwoch gegenüber Israelnetz.

„Trotz den zum Teil haßerfüllten Anrufen und Briefen von Zuschauern war ich gleichzeitig über viele positive Reaktionen überrascht,“ so Shapira.

Die Journalistin des Hessischen Rundfunks (Frankfurt/Main) wurde unter anderem auf einer moslemischen Internetseite beschimpft, mit ihrer Reportage „zionistische Propaganda“ betrieben zu haben.

In einem Bericht des israelischen Fernsehens warfen ihr moslemische Führer zudem vor, einen „Märtyrer beleidigt“ zu haben, sagte Shapira weiter. Dennoch hätten sich negative und positive Reaktionen die Waage gehalten.

Die Reportage „Drei Kugeln und ein totes Kind“ war am Montagabend in der ARD ausgestrahlt worden.

Shapira war nach intensiven Recherchen über den Tod des zwölfjährigen Mohammed al-Dura zu dem gleichen Ergebnis wie eine Untersuchungskommission der israelischen Armee gekommen: Der Palästinenserjunge wurde nicht von israelischen Soldaten erschossen, sondern starb durch Kugeln palästinensischer Heckenschützen.

In der Dokumentation hatte die Autorin gleichzeitig den palästinensischen Propagandaeinsatz von getöteten Kindern dargestellt und die Erziehungsmethoden der Palästinensischen Autonomie hinterfragt. Diese hatte Mohammed al-Dura unter anderem als „Vorbild“ für alle Palästinenser gepriesen.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen