Archäologie: Kanaaniter opferten vor 5.000 Jahren Tiere aus Ägypten

ASCHDOD / KAIRO (inn) – Die Kanaaniter opferten vor 5.000 Jahren Tiere, die sie aus Ägypten importiert hatten. Das haben archäologische Analysen eines geopferten Esels im alten Gat ergeben.
Mit den Überresten eines Esels konnten Archäologen rund 5.000 Jahre Handelsbeziehungen nachweisen (Symbolbild)

Foto: Israelnetz/Johannes Gerloff

Mit den Überresten eines Esels konnten Archäologen rund 5.000 Jahre Handelsbeziehungen nachweisen (Symbolbild)
Kanaaniter im biblischen Gat, das zwischen den Orten Gaza und Aschdod gelegen haben soll, haben ihre Opfertiere aus Ägypten bezogen. Das meldet die israelische Tageszeitung „Ha‘aretz“ mit Bezug auf neue Erkenntnisse archäologischer Entdeckungen. Als Grundlage dienen ein Esel sowie einige Schafe und Ziegen, deren Überreste in der Erdschicht der frühen Bronzezeit in Gat gefunden worden sind. Diese weisen Merkmale dafür auf, dass sie vor rund 4.900 Jahren im Niltal geboren und aufgewachsen sind. Die Tiere wurden in einem kanaanäischen Ritual geopfert und in Tell es-Safi (Gat) gefunden. Damit ist nachgewiesen, dass Tiere Teil einer umfangreichen Handelsbeziehung zwischen dem Königreich Ägypten und dem Kanaan der frühen Bronzezeit waren. Der Leiter der Ausgrabungen in Gat, Aren Maeir, sagte gegenüber „Ha‘aretz“, dass bereits bekannt war, dass Handelsverbindungen bestanden. „Dass Tiere Teil dieses Handels waren – und dass sie von Ägypten nach Kanaan gelangten –, ist sehr interessant.“ Bislang waren Geschäfte mit Tieren in dieser Region nur aus späteren Epochen bekannt. (ms)

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