Archäologen entdecken Steinzeitmesser und Mini-Amor

TEL AVIV / JERUSALEM (inn) - Israelische Archäologen haben in einer Höhle bei Tel Aviv die wahrscheinlich ältesten Einwegmesser der Welt entdeckt. Die Werkzeuge sollen mindestens 200.000 Jahre alt sein. In Jerusalem fanden Forscher zudem eine sehr gut erhaltene Miniskulptur, die den römischen Liebesgott Amor darstellen soll.

Die Messer wurden zusammen mit Tierknochen an einer Feuerstelle in der Höhle entdeckt. Anhand der Knochen bestimmten Wissenschaftler das Alter der Werkzeuge. Der israelische Archäologe Ran Barkai geht laut der Tageszeitung „Ha´aretz“ davon aus, dass die Messer von Jägern und Sammlern der Steinzeit zum Schneiden von Fleisch benutzt wurden.

Die große Anzahl der Messer und die Tatsache, dass sie nicht geschärft wurden, lasse darauf schließen, dass es sich um Einwegwerkzeuge handelte. Die Messer seien unter anderem aus Teilen von größeren Messern und Werkzeugen hergestellt worden. „Sie sind einerseits sehr effizient und andererseits sehr einfach“, erklärte Barkai. Laut dem Archäologen seien bislang nirgendwo solche kleinen Messer gefunden worden.

In Jerusalem stießen Forscher bei ihren Ausgrabungen in der Davidsstadt am Montag auf eine aus einem Onyx gefertigte Figur, die den römischen Gott Amor darstellen soll. Die nur einen Zentimeter hohe Skulptur ist schätzungsweise 2.000 Jahre alt. Die Forscher gehen davon aus, dass der Amor zu einem Schmuckstück gehörte, möglicherweise zu einem Ohrring.

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